Innovationsoffensive anstatt Standortschließungen!

Pressemitteilung vom 11.12.2017

Anlässlich des Treffens der Wirtschaftsministerinnen und -minister des Bundes und der Länder mit dem Siemens-Vorstand zur Schließungs- und Abbauentscheidungen der Siemens-Standorte erklärt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop:

„Wir konnten in einem konstruktiven Gespräch den Willen von Siemens erkennen, gemeinsam mit den Beschäftigten nach Lösungen zu suchen. Gleichzeitig ist aus der Runde der Minister deutlich die Kritik formuliert worden, dass in Zeiten von Höchstgewinnen Arbeitsplätze – insbesondere im Osten Deutschlands – abgebaut werden. Wir haben uns darauf verständigt, den Prozess im Frühjahr fortzusetzen, nachdem Siemens gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach zukunftsfesten Alternativen zu den Abbauplänen sucht und Konzepte vorliegen.

Um gute Arbeitsplätze für die Berliner Beschäftigten zu erhalten, haben wir als Land unsere Unterstützung angeboten und unsere Erwartungen verdeutlicht: Wir erwarten von Siemens durch verstärkte Investitionen in Digitalisierung und Zukunftstechnologien, neue Arbeitsplätze zu entwickeln und aufzubauen. Siemens muss auf strukturbedingte Absatzprobleme mit einer Produkt- und Innovationsoffensive antworten, anstatt mit Standortschließungen. Hierfür bietet das Innovationsnetzwerk Berlin-Brandenburg hervorragende Anknüpfungspunkte. Wir stehen bereit, gemeinsam mit dem Unternehmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Gewerkschaften an zukunftssicheren Lösungen für die Beschäftigten zu arbeiten.

Die neue Bundesregierung ist dringend gefragt, Planungssicherheit bei der Energiewende herzustellen. Die Unternehmen brauchen klare Ziel- und Zeitvorgaben beim Kohleausstieg. Dies wirkt sich positiv auf die Kapazitäten und neue Investitionen aus.“