„Berliner Wirtschaft – nachhaltig und innovativ“

Pressemitteilung vom 08.09.2017

Veröffentlichung des Wirtschafts- und Innovationsberichts 2016/17

Berlins Wirtschaft boomt und schafft viele neue Arbeitsplätze.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2016 um real 2,7 %. Damit wurde wie in den beiden Vorjahren der Bundesdurchschnitt übertroffen. Mit einem Erwerbstätigenzuwachs um fast 50.000 bzw. ebenfalls 2,7 % wurde auch bei den Arbeitsplätzen eine bessere Entwicklung erreicht als in Deutschland insgesamt. Der Trend in Branchen wie Information und Kommunikation, Handel, Tourismus und Bau zeigt weiter deutlich aufwärts. Die Industrie zeigt sich weiterhin stabil.
Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Berlin boomt und ist stark bei wichtigen Zukunftsthemen. Nach langen Jahren des strukturellen Wandels ist Berlin heute ein hoch dynamischer und innovativer Standort. Die Wirtschaftsleistung und die Zahl der Arbeitsplätze legen stärker zu als im Bundesdurchschnitt, die Exporte steigen und die Gründungsdynamik ist weiter hoch. Ich erwarte, dass die Berliner Wirtschaft 2017 das fünfte Jahr in Folge expandieren wird. Aktuell rechne ich im laufenden Jahr in Berlin mit einem Wachstum von etwa 2,5 %.“

Um die positive Entwicklung zu verstetigen, geht die wirtschaftspolitische Strategie über den rein ökonomischen Blick hinaus. Gezielt wird auf eine nachhaltige Entwicklung Berlins. Ramona Pop: „Wirtschaft und Wirtschaftspolitik sind dann erfolgreich, wenn sie die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert, ohne dabei die eigenen Grundlagen zu zerstören, weder die sozialen noch die ökologischen.“

Gleichzeitig verweist sie auf die Anforderungen der wachsenden Stadt Berlin. Senatorin Pop: „Wir haben das Jahrzehnt der Investitionen ausgerufen. Berlins Infrastruktur muss den Anforderungen einer modernen Metropole gerecht werden. Mit dem Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt investieren wir in Wohnungen, Schulen und Verkehrswege. Was lange vernachlässigt wurde, bringen wir jetzt auf den Weg.“

Mit der Digitalisierung und der Energiewende verbindet Berlins Wirtschaftssenatorin weitere entscheidende Herausforderungen und Chancen für den Standort Berlin. Digitalisierung betrifft alle Branchen, vom Handwerk über den Handel bis hin zur Industrie. Mehr als 70.000 Menschen arbeiten in der Berliner Digitalwirtschaft. Und Berlin etabliert sich weiter als Zentrum der Digitalforschung, bspw. mit der Eröffnung des Einstein-Center „Digital Future“ und als neuer Standort für das Deutsche Internet-Institut für vernetzte Gesellschaft.

Die Senatorin hebt die hohe Bedeutung der Energiewende hervor: „Berlin hat starkes kreatives Potenzial aus Forschung und der agilen Gründerszene. Startups sind neben zahlreichen KMU und vor allem auch den großen Landesunternehmen zudem wichtige Impulsgeber für die Energiewende in der Stadt. Mit dem Stadtwerk platzieren wir einen starken Akteur auf dem Berliner Energiemarkt, der neue Akzente zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zum Erreichen unserer Klimaziele setzen wird.“

Eine große Herausforderung ist aus Sicht der Senatorin die Bereitstellung von modernen Räumen und Flächen für den Mix aus Forschung, Wissenschaft, Unternehmertum und Wohnen. Ramona Pop: „Nicht nur an den wachsenden Zukunftsorten wie Adlershof mit den vielen innovativen Clusterunternehmen wird deutlich, dass wirtschaftliches Wachstum mit einer zunehmenden Knappheit an Flächen einhergeht. Insgesamt besteht hier dringender Handlungsbedarf – für Investitionen der Unternehmen, für Wohnhäuser für die wachsende Bevölkerung.

Das jetzige Flughafengelände in Tegel hat dabei eine herausragende Bedeutung. Die wirtschaftlichen Effekte einer Urban Tech Republic sind immens. Der geplanten Forschungs- und Industriepark TXL wird ein Impulsgeber für die Entwicklung Berlins sein. Damit sind viele neue Arbeitsplätze und Investitionen in wichtige wirtschaftliche Zukunftsfelder verbunden.“

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