Berliner Energie- und CO2-Bilanz 2014

Pressemitteilung vom 22.05.2017

Abnehmender Energieverbrauch und sinkende CO 2 -Emissionen trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum.

Der Energieendverbrauch und der CO 2 -Ausstoß sind 2014 deutlich gesunken. Die heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorgelegte Berliner Energie- und CO 2 -Bilanz für das Jahr 2014 zeigt einen um 7,4 % gesunkenen Endenergieverbrauch (EEV) und um 6 % gesunkene CO 2 -Emissionen (Verursacherbilanz) gegenüber dem Jahr 2013. Gegenüber dem Basisjahr 1990 hat Berlin eine CO 2 -Minderung um 31,8 % erreicht. Viele Bundesländer streben eine CO 2 -Minderung um 25 % erst für 2020 an.

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die Berliner Bilanz 2014 zeigt, dass Berlin auf dem Weg zur Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch ist. Wir werden diesen Weg fortsetzen und die positive Entwicklung verstetigen. Es ist das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmebereich weiter deutlich zu erhöhen und so die im Energiewendegesetz gesetzten Klimaziele zu erreichen. Dazu machen wir das Stadtwerk zu einem vollwertigen Energiewendeakteur und setzen das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm um. Wir brauchen dazu ein gemeinsames Engagement der Energieversorger, der Bürgerinnen und Bürger und der ganzen Stadt für den Einsatz erneuerbarer Energien.“

Prozentual fallen die Veränderungen der CO 2 -Emissionen vor allem in den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe (-11,5 %) und Private Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen (-10,3 %) am höchsten aus. In absoluten Zahlen haben die Emissionseinsparungen aus diesen Sektoren den Anstieg im Verkehrsbereich kompensiert. Der EEV, insbesondere für Gas (-16,0 %) und Fernwärme (-11,3 %) sowie von Braun- und Steinkohle (-32,7 % bzw. -11,3 %) nahmen aufgrund der gegenüber 2013 milderen Witterung in 2014 deutlich ab.

Gleichwohl hat bei dementsprechend reduziertem Wärmebedarf der Anteil der Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung deutlich zugenommen. Somit hat sich der um 12,7 % gesunkene EEV im Sektor Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen deutlich in einer Abnahme der CO 2 Emissionen niedergeschlagen. Die positive Entwicklung der erneuerbaren Energien setzte sich 2014 vorübergehend nicht fort. Der Anteil der erneuerbaren Energien am EEV nahm im Vergleich zum Vorjahr um 18 % ab. Ihr Anteil am Gesamtprimärenergieverbrauch betrug 2014 rund 4 %, liegt aber inzwischen deutlich höher.

Insgesamt ist es erfreulich, dass sich die positive Gesamtwirtschaftsentwicklung Berlins (+4,4 %) und der Bevölkerungsanstieg (+1,4 % bzw. rund 48.000 Einwohner) gegenüber 2013 nicht in einem erhöhten EEV und CO 2 -Ausstoß widerspiegeln.
Die gesamte Energie- und CO 2 -Bilanz steht unter www.statistik-berlin-brandenburg.de zur Verfügung.