Ramona Pop eröffnet Asien-Pazifik-Wochen mit Digitalisierungskonferenz

APW 2017
Pressemitteilung vom 15.05.2017

Die Berliner Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat heute gemeinsam mit Sutanto Soehodho, Vize-Gouverneur von Berlins Partnerstadt Jakarta, und Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, im Haus der Deutschen Wirtschaft die 12. Asien-Pazifik-Wochen (APW) eröffnet. Partner am Eröffnungstag ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der mit 24 Standorten der Deutschen Außenhandelskammern in 13 Ländern des Asien-Pazifik-Raumes vertreten ist.

Die APW stellen zu ihrem 20. Geburtstag Digitalisierung als globalen Megatrend des 21. Jahrhunderts in den Mittelpunkt.

„Zwar widmen sich alle asiatischen Staaten den technischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Konsequenzen der Digitalisierung, jedoch aus sehr unterschiedlichen Perspektiven“, erläutert Pop. „Während wir in Deutschland mit dem Begriff Industrie 4.0 vor allem die digital vernetzte Wertschöpfung aus Sicht der Unternehmen betrachten, stellt sich Japan unter „Society 5.0“ Fragen zur gesellschaftlichen Entwicklung. Chinas Endverbraucher sind mit ihren Smartphones bereits viel intensiver digital unterwegs als die deutschen, während der Wirtschaft unter „Made in China 2025“ ein ehrgeiziges Innovationsprogramm auferlegt wird. Gerade die gemeinsame, die interkontinentale Betrachtung dieses Themas auf dem einzigartigen Forum der APW bietet die Möglichkeit zu einem sehr fruchtbaren Gedankenaustausch.“

APW 2017

Vize-Gouverneur Soehodho: “Für Jakarta ist es eine Ehre, Teil der Asien-Pazifik-Wochen 2017 zu sein. Die Vierte Industrielle Revolution ist ein globales Thema, das Regierungen, Privatunternehmen und die Zivilgesellschaft betrifft. Sie schafft neue Möglichkeiten, indem sie unsere Effizienz erhöht und Produktionen beschleunigt. Dennoch, so bin ich überzeugt, liegt der eigentliche Vorteil darin, dass sie allen Beteiligten noch mehr Chancen bietet sich zu vernetzen und so gemeinsam nachhaltigere Lösungen zu finden – gewissermaßen eine „Public-Private-People-Partnership“. “

„Der Austausch zwischen Europa und Asien ist heute wichtiger denn je, auf wirtschaftlichem, politischem und auch kulturellem Gebiet“, unterstreicht Staatssekretär Wiese. „Beide Weltregionen können viel voneinander lernen, sie können von verstärktem Austausch nur profitieren. So etwas findet nicht im abstrakten Raum statt, sondern in konkreten Situationen: Geschäftsleute einigen sich auf Abschlüsse, Touristen bereisen Länder, Städte und Regionen und Künstler präsentieren sich ihrem jeweiligen Publikum. All diese Formen des Austausches und der Begegnungen fokussieren sich oftmals in städtischen Zentren. Berlin mit seinen Asien-Pazifik-Wochen ist dabei nunmehr seit 20 Jahren beispielgebend. In diesem Jahr führen wir diese großartige Tradition mit Offenheit und Neugier fort.“

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer und Außenwirtschaftschef des DIHK Dr. Volker Treier hebt die Relevanz des Berliner Engagements für die Zusammenarbeit mit Asien hervor: “Die Asien-Pazifik-Wochen sind eine hervorragende Gelegenheit, den Dialog über aktuelle Entwicklungen, gemeinsame Herausforderungen und vielfältige Kooperationschancen zwischen Deutschland und Asien zu vertiefen. Mit vielen asiatischen Ländern verbinden uns sehr gute und stabile wirtschaftliche Beziehungen, die in den letzten Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewonnen haben. Das Handelsvolumen von rund 400 Milliarden EUR zwischen Deutschland und Asien unterstreicht dies. Auch im Bereich Innovation und Digitalisierung gibt es in Asien wichtige Vorreiter und gute Partner. Daher ist das Motto der 12. Asien-Pazifik-Wochen “Asia-Europe Dialogue on Digitalization” passend gewählt.”

Die an die offizielle Eröffnung der APW anschließende Konferenz „Asia-Europe: Joining Forces in the 4th industrial Revolution“ beschäftigt sich mit den epochalen Herausforderungen durch ‚Industrie 4.0‘ und das ‚Internet der Dinge‘. Experten aus Deutschland, China, Südkorea und Indien diskutieren darüber, wie sich durch die verstärkte Kooperation zwischen Asien und Europa die Chancen von Industrie 4.0 zum Vorteil beider Regionen nutzen lassen. Deutschland als Leitanbieter und Leitmarkt kann in diesem Zusammenhang z.B. bei der Entwicklung gemeinsamer Standards, in der Technologiekooperation, in Fragen der Cyber-Sicherheit und auch bei Fragen der Bewältigung der Transformationsprozesse im Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle als Partner übernehmen. „Joining Forces“ stellt die gemeinsamen Vorteile durch Kooperation, Vertrauen und faire Spielregeln, die Idee der gemeinsamen Stärke angesichts der globalen Herausforderungen in den Mittelpunkt des europäisch-asiatischen Dialogs.

Die Konferenz endet mit einer gemeinsamen Performance der koreanischen Videokünstlerin Chan Sook Choi und der spanischen Choreographin Rosabel Hughet.

Chan Sook Choi greift die Performance mit einer Video-Installation an der Ostseite des Humboldt Forums auf. Die offizielle Eröffnung findet auf Einladung der Koreanischen Botschaft ab 20 Uhr auf einem Boot gegenüber dem Humboldt Forum (Karl-Liebknecht-Str. 1a) statt.

Das vollständige Programm der APW mit allen Rednern der Eröffnungsveranstaltung finden Sie unter www.apwberlin.de/program.