Berlin wird Modellstadt der Energiewende

Pressemitteilung vom 24.01.2017

Berlin geht bei der Umsetzung der Energiewende beispielgebend voran. Die Umstellung auf Erneuerbare Energien und die Umsetzung der Klimaschutzziele sind große Herausforderun-gen, sagte Ramona Pop, Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Zugleich seien sie „mit enormen Chancen für mehr regionale Wertschöpfung und für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum verbunden“.

„Berlin macht sich auf in die neue Stromwelt und kann auf starke Partner bauen“, sagte Senatorin Pop am Dienstag (18 Uhr) anlässlich des Neujahrsempfangs der Berliner Energie-agentur (BEA). „Die Berliner Energieagentur geht in der Energiewende mit gutem Beispiel voran.“ Mit dezentraler Erzeugung, Nutzung Erneuerbarer Energiequellen und Schaffung von Nutzerakzeptanz habe sich die BEA schon lange befasst, bevor die Energiewende zur politischen Zielbestimmung wurde. „Die BEA ist somit für den Senat und für mich als Senatorin ein wichtiger Partner bei unserem Ziel, Berlin zu einer Referenzstadt für die Energiewende zu entwickeln.“

3,2 Milliarden Euro werden derzeit in Berlin jährlich für den Import fossiler Energieträger –Kohle, Erdgas und Erdöl – ausgegeben. Im Bundesländervergleich belegt Berlin beim „Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch“ seit vielen Jahren einen der hinteren Plätze. Das werde sich ändern, sagte Pop. „Dazu tragen wir mit dem beschlossenen Kohleausstieg bis 2030 und der zügigen Entfesselung des Stadtwerks entscheidend bei.”

Das Berliner Stadtwerk werde durch den Abbau rechtlicher Hemmnisse „zu einem kraftvollen Akteur für die Energiewende und den Klimaschutz“, sagte die Senatorin. Die dazu nötigen gesetzlichen Änderungen werden derzeit von den drei Koalitionsfraktionen im Abgeordnetenhaus gemeinsam auf den Weg gebracht. „Damit wird dem Stadtwerk schon sehr bald der Handel mit Ökostrom ermöglicht, was die Grundlage ist, um einen auch quantitativ wirksamen Impuls für den Strommix in Berlin zu geben.“

Berlin gehört zu den führenden Energietechnikstandorten Deutschlands. Rund 56.500 Beschäftigte in knapp 6.400 Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von 30 Milliarden Euro. Das Cluster Energietechnik ist damit ein wichtiger Wachstumstreiber in der Region Berlin-Brandenburg.