Fotos der Verleihung am Ende der Seite
Im November 2005 hat die UNESCO Berlin in das globale Netzwerk der kreativen Städte aufgenommen. Heute nahm Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, im Berliner Rathaus die Aufnahmeurkunde aus den Händen der UNESCO-Repräsentantin Arian Hassani entgegen. Berlin ist die erste Stadt in Europa, die diesen Titel tragen darf. Zum globalen UNESCO-Netzwerk der kreativen Städte zählen neben Berlin auch Buenos Aires und Shanghai. Ziel ist die Vernetzung der kreativen Potentiale sowie die Umsetzung von Kooperationsprojekten, die die wirtschaftliche Entwicklung der Kreativmetropolen unterstützen.
Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, erklärt dazu:
"Die Auszeichnung als 'Stadt des Designs' kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und unterstützt die kreative Aufbruchstimmung, die viele Unternehmen und Akteure erfasst hat. Sie gibt uns die Bestätigung, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Designszene hier zeichnet sich durch Vielfalt, Ideenreichtum und Experimentierfreude aus. Berlin ist inzwischen die deutsche Designstadt mit der größten Produktivkraft.
Die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft sind in Berlin ausgezeichnet: Günstige Mieten und Lebenshaltungskosten, zunehmende Vernetzung der Unternehmen und politische Unterstützung sind die Basis für einen Design-Standort mit internationaler Strahlkraft. Bisher lag unser Schwerpunkt auf der Bündelung der Energien in Berlin. Künftig werden wir verstärkt internationale Kooperationen und die internationale Vermarktung des Designs aus Berlin unterstützen."
Berlin knüpft als "Stadt des Designs" an die Traditionen der Goldenen Zwanziger Jahre an. Die Stadt profitiert von der Mischung aus Design, Architektur, Kunst und Kultur und von dem Reiz, der von ihrer stetigen Veränderung ausgeht. Seit dem Fall der Mauer ist eine außergewöhnlich interessante Designlandschaft aus Ateliers, Agenturen, Showrooms, Messen und Verkaufsplattformen entstanden.
Design aus Berlin steht für einen interdisziplinären Ansatz, für Vielfalt, Eigenwilligkeit und Ideenreichtum, aber auch für einen ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor. Davon zeugen 1,4 Mrd. ¤ Umsatzvolumen pro Jahr und über 10.400 fest Beschäftigte. Mit über 6.300 Unternehmen existiert in Berlin eines der stärksten Design-Cluster in Europa. Hier finden kreative Unternehmen der unterschiedlichsten Disziplinen das nötige Umfeld und qualifizierten Nachwuchs unter mehr als 5.000 Studierenden an vier staatlichen Hochschulen und vielen privaten Instituten.
Berlin bietet auch einen idealen Rahmen für international ausstrahlende Modemessen, Design-Messen wie die Bread & Butter, die Premium und die B-in Berlin. Daneben spielen die Verkaufsplattformen, Showrooms und Vertriebsagenturen eine immer wichtigere Rolle. Auf Konferenzen wie der Typo Berlin und dem DesignMai-Festival wird der Austausch der Designer national und international gepflegt. Mit dem "Roundtable Design", und "CREATE BERLIN" haben sich im vergangenen Jahr neue erfolgreiche Plattformen herausgebildet, die für die Qualität der Zusammenarbeit stehen.
Die internationale Vermarktung von Design aus Berlin muss allerdings noch verbessert werden. Für viele Unternehmen ist die Erschließung internationaler Märkte überlebenswichtig. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen unterstützt daher gemeinsame Messestände und Präsentationen – unter anderem in Mailand, Paris und Berlin - sowie Business to Business- Veranstaltungen, wo Designer mögliche Partner aus der Industrie treffen. Die Ansiedlung von Agenturen, Showrooms und Vertrieben wird ebenfalls verstärkt gefördert.
Die folgenden Bilder zeigen die UNESCO-Repräsentantin Arian Hassani und Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf bei der Urkundenverleihung.
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