Zusatzstoffe

Pflanzenprobe in einem Reagenzglas
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Um Lebensmittel länger haltbar zu machen, zu süßen oder zu färben, werden fast immer Zusatzstoffe verwendet. Verbraucherinnen und Verbraucher können sie an der Stoffgruppe (z. B. Farbstoff oder Konservierungsstoff) und der E-Nummer erkennen. Welche Zusatzstoffe in Deutschland und der EU verwendet werden dürfen, unterliegt klaren rechtlichen Regelungen. Lebensmittelzusatzstoffe müssen auf Produkten immer angegeben sein.

Rechtliche Grundlagen zu Zusatzsoffen

Verwendung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln In Deutschland definiert das Lebensmittel- und Futtergesetzbuch (LFGB) in § 2 LFGB Lebensmittelzusatzstoffe. Es ergänzt die EU-Verordnung (EG) Nr. 1333/2008, die die gleichen gesetzlichen Grundlagen für die Verwendung von Zusatzstoffen in allen Ländern der Europäischen Union festlegt. Zulassung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln Die Zulassung von Zusatzstoffen erfolgt auf Grundlage der EU-Verordnung (EG) Nr. 1331/2008 über ein einheitliches Zulassungsverfahren für Lebensmittelzusatzstoffe. Für die letztliche Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen in der Europäischen Union ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zuständig.

Wann sind Zusatzstoffe erlaubt?

Haken
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Zusatzstoffe sind nur dann erlaubt, wenn sie gesundheitlich unbedenklich und technologisch nötig sind und wenn Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihre Verwendung nicht getäuscht werden. So darf beispielsweise eine mangelnde Produktqualität nicht durch den Einsatz von Zusatzstoffen kompensiert werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert auf seinen Seiten umfassend über die Voraussetzungen für die Zulassung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln.

Kennzeichnungspflicht von Zusatzstoffen (E-Nummern)

Laut EU-Verordnung Nr. 1169/2011 zur Verbraucherinformation über Lebensmittel müssen Zusatzstoffe in Lebensmitteln in der Europäischen Union gekennzeichnet sein. Anstelle der oft komplizierten chemischen Bezeichnung hat die Europäische Union die sogenannten E-Nummern eingeführt. Das E steht für Europa und zeigt an, dass die Unbenklichkeit des betreffenden Stoffes im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens nachgewiesen wurde. Die Nummer hinter dem E steht für den jeweiligen Zusatzstoff, der dem Lebensmittel zugesetzt ist. Welche Nummer welchen Lebensmittelzusatzstoff kennzeichnet, können Verbraucherinnen und Verbraucher einer Übersicht beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entnehmen.

Regelungen zu Aromastoffen

Aromastoffe sind chemische Stoffe, die Lebensmitteln einen besonderen Geruch und/oder einen besonderen Geschmack verleihen sollen. In Deutschland gilt für die Verwendung und die Zulassung von Aromen die Aromenverordnung. Zusätzlich ist die EU-Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 über Aromen in Deutschland gültig. Das Bundesamt für Risikobewertung informiert umfassend zum Thema Aromastoffe.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Bei Fragen oder Beschwerden zu Zusatzstoffen in Lebensmitteln können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an den Hersteller wenden. Das Portal www.lebensmitteklarheit.de des Bundesverbands der Verbraucherzentralen nimmt Beschwerden bei unzureichender Kennzeichnung von Zusatzstoffen entgegen und bietet weitere Informationen zum Thema. Auch die örtlichen Verbraucherzentralen beraten zu Zusatzstoffen in Lebensmitteln.