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Krankenversicherungen

Drei Chipkarten
Bild: Frank Täubel / Fotolia.com

In Deutschland gibt es in Bezug auf die Krankenversicherung eine Versicherungspflicht. Beispielsweise müssen alle Angestellten bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe sowie Bezieher von Arbeitslosengeld gesetzlich krankenversichert werden. Sehr gut verdienende Angestellte, Beamte sowie Selbstständige und Freiberufler können sich alternativ auch privat versichern. Die Leistungen von gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenkassen unterscheiden sich ganz erheblich, die der gesetzlichen Krankenkassen untereinander kaum.

Rechtliche Grundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die rechtliche Grundlage für die gesetzlichen Krankenkassen bildet § 1 des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V), laut dem die gesetzlichen Krankenkassen durch Aufklärung, Leistung und Beratung ihren Versicherten helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinwirken müssen. In § 5 SGB V ist festgelegt, für welche Personengruppen in Deutschland eine Versicherungspflicht in einer gesetzlichen Krankenkasse besteht. Dazu gehören z. B. Angestellte und Bezieher von Arbeitslosengeld I und II.

Familien-Mitversicherung bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Eine Mutter liegt auf dem Rücken und balanciert ihr Kind auf den Beinen
Bild: shootingankauf / Fotolia.com
Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Kinder von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung können unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. Voraussetzungen für die beitragsfreie Familienversicherung sind beispielsweise ein Wohnsitz oder ein gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland und keine eigene Mitgliedschaft in einer Krankenkasse.

Wechsel der Krankenversicherung

Versicherte können in der Regel nach einer gesetzlichen Mindestbindungsfrist von 18 Monaten und mindestens zwei Monate nach der Kündigung der Mitgliedschaft bei der bisherigen Krankenkasse zum Monatsende zu einer anderen Krankenkasse wechseln. In Ausnahmefällen wie z. B. der Einführung eines Zusatzbeitrages besteht für Versicherte ein Sonderkündigungsrecht.

Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzlich Krankenversicherte können für bestimmte Bereiche private Zusatzversicherungen abschließen. Diese sichern Risiken ab, die nicht oder nur teilweise durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt sind. Typische Beispiele sind die Zahnzusatzversicherung oder die Auslandskrankenversicherung.

Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung ist eine freiwillig abgeschlossene Versicherung für Personen, die nicht nach § 5 SGB V der Versicherungspflicht in Deutschland unterliegen. Dazu zählen z. B. Beamte, Selbstständige oder Angestellte, deren Bruttojahreseinkommen über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegt. Die gesetzlichen Regelungen hierzu finden sich im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com
Bei Beschwerden, die die Leistungen der Krankenversicherung betreffen, ist die jeweilige Versicherung der richtige Ansprechpartner. Der Versicherungsombudsmann vermittelt bei Problemen zwischen Verbraucherinnen bzw. Verbrauchern und dem Versicherungsunternehmen. Gesetzlich Versicherte können beim Bundesversicherungsamt (BVA) Beschwerde über ihre Krankenkasse einreichen. Privat Versicherte können sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) über ein Versicherungsunternehmen beschweren. Die örtliche Verbraucherzentrale bietet ebenfalls Beratungen zum Thema Krankenversicherungen an.