Schrottimmobilien

Sanierter und unsanierter Abschnitt der Fassade eines Wohnhauses
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Schrottimmobilien sind Immobilien, die auf betrügerische Weise deutlich über Wert verkauft werden. Die Verbraucher werden dabei über den tatsächlichen Wert und Zustand der Immobilie getäuscht. Die Verkäufer rechnen den Interessenten die Kosten schön und setzen sie unter zeitlichen Druck, da sonst angebliche Steuervorteile verloren gingen. Erst nach Abschluss des Vertrages merken die Käuferinnen und Käufer, dass sie eine Schrottimmobilie erworben haben.

Berliner Initiative zum Schutz vor Schrottimmobilien

Aufgrund einer Bundesratsinitiative von Berlin hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2012 Änderungen am Beurkundungsgesetz und der Bundesnotarverordnung vorgenommen, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor den Methoden der mutmaßlichen Schrottimmobilienverkäufer zu schützen. Die Änderung im Beurkundungsgesetz sieht vor, dass nur noch der Notar, der auch den Verkauf betreut, den Text zum Verkauf dem Kunden zusenden darf. Dieser Text muss dem Kunden zwei Wochen vor der geplanten Unterzeichnung zugehen. Die Änderung der Bundesnotarordnung sieht die Enthebung des Amtes eines Notars vor, wenn dieser wiederholt gegen diese Pflicht verstößt.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Möchten Käuferinnen und Käufer vor dem Kauf einer Immobilie einen Sachverständigen hinzuziehen, können sie sich an den Verband der Vereidigten Sachverständigen e. V. Berlin und Brandenburg wenden. Sollten Käuferinnen und Käufer den Verdacht haben, Opfer eines Betrügers geworden zu sein, können sie sich an jede örtliche Polizeidienstelle wenden oder die Internetwache der Berliner Polizei kontaktieren.