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Engagementpreis „Fahrrad Berlin“

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zeichnet gemeinsam mit dem FahrRat seit 2009 Projekte und Initiativen aus, die sich um die Radmetropole Berlin verdient gemacht haben. Ziel des Preises ist es, das vielfältige Engagement der Berliner Fahrrad-Community ebenso wie die Arbeit der Bezirke sichtbarer zu machen. Die ausgezeichneten Projekte sollen als Beispiel und Vorbild gelten und zu weiteren Aktionen motivieren.

Zur Ehrung des Engagements für den Radverkehr in Berlin hat Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr, am 15.06.2020 den Engagementpreis „Fahrrad Berlin“ verliehen. Der Berliner Fahrradpreis, der bislang “FahrradStadtBerlin” hieß, wurde in diesem Jahr mit neuem Namen ausgerichtet und nun insgesamt zum elften Mal vergeben.

In diesem Jahr zeichnet das Land Berlin mit diesem Preis insbesondere das Engagement von Personen, Unternehmen und Initiativen aus, die sich wesentlich um die Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen bemühen. Ihr Einsatz und ihre Ideen unterstützen eine noch stärkere Nutzung des Fahrrads.

Staatssekretär Ingmar Streese erklärte: „Gemeinsam mit dem Engagement der Stadtgesellschaft bringen wir die Mobilitätswende auf die Straße und beweisen, dass wir auf diese Weise viel mehr in Bewegung setzen können. Mit dem diesjährigen Engagementpreis zeichnen wir Projekte aus, die mit ihren Visionen und Ideen den Radverkehr in Berlin voranbringen. Diese Initiativen und Leuchtturmprojekte setzen neue Impulse und inspirieren andere.“

Die Preisträger 2020

Leibniz Schule in Kreuzberg und Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg

Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes Friedrichshain-Kreuzberg
Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes Friedrichshain-Kreuzberg
Bild: Velokonzept

Die Leibniz Schule in der Schleiermacherstraße in Kreuzberg und das Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg erhalten die Auszeichnung für einen beispielhaften interaktiven und integrierenden Planungsprozess bei der Umsetzung von neuen Fahrradabstellanlagen. Die Schüler*innen wurden von Beginn an in den Prozess miteingebunden, und die gute Zusammenarbeit von Schule und Bezirk beschleunigte die Umsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und Fahrradabstellanlagen.

Kinderneurologie-Hilfe Berlin/Brandenburg für ihre Initiative „Mit Helm – aber sicher!“

Bildvergrößerung: Auszeichnung für die Initiative „mit Helm aber sicher“ der Kinderneurologie-Hilfe Berlin/Brandenburg
Initiative „mit Helm aber sicher“ der Kinderneurologie-Hilfe Berlin/Brandenburg
Bild: Velokonzept

Die Kinderneurologie-Hilfe Berlin/Brandenburg für ihre Initiative „Mit Helm – aber sicher!“ erhält die Auszeichnung für ihre kommunikative und praktische Präventionsarbeit in der Verkehrssicherheit mit Jugendlichen. In einem für Jugendliche angepassten Workshop-Konzept fördert die Initiative eine fächerübergreifende Auseinandersetzung und Sensibilisierung für das Thema Verkehrssicherheit. Das Projekt ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit diverser schulischer und außerschulischer Akteure im Land Berlin.

Campus Berlin-Buch GmbH

Auszeichnung für das Campus Berlin-Buch GmbH
Campus Berlin-Buch
Bild: Velokonzept

Die Campus Berlin-Buch GmbH erhält die Auszeichnung für ihre Umsetzung eines betrieblichen Mobilitätskonzepts mit einem starken Fokus auf das Fahrrad. Für ihre gelungenen Maßnahmen wurden sie bereits vom ADFC mit dem EU-Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Silber ausgezeichnet.

Aufgrund der aktuellen Pandemielage fand die Preisverleihung digital statt und wurde live aus dem VELOWeek Studio ins Internet übertragen. Die Preisträger erhielten im Anschluss ihre Urkunden.

Deutsche Post / dhl Group

Die Deutsche Post erhält die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement bei der Realisierung einer klimaschonenden Logistik, u. a. durch die Nutzung des Post-Fahrrades seit 125 Jahren und die Beteiligung an dem Modellprojekt “KoMoDo” zur Fahrradnutzung “auf der letzten Meile” im Zustellverkehr.

Arne Behrensen

Arne Behrensen erhält die Auszeichnung für seinen Blog cargobike.jetzt, mit dem er Neuigkeiten und Wissen zum Thema Lastenräder vermittelt, sich für ihre gewerbliche und private Nutzung einsetzt und Akteure vernetzt.

Bezirke Spandau und Lichtenberg

Die Berliner Bezirke Spandau und Lichtenberg werden für den Aufbau des kommunalen und kostenfreien Lastenradverleihs “fLotte-kommunal” in Zusammenarbeit mit dem ADFC geehrt.

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Bike Citizens

Die Bike Citizens erhalten die Auszeichnung für die Realisierung der Kampagne “Bike Benefit Programm” im Rahmen der VELOBerlin 2017.

Organisationsteam des CycleHacks Berlin

Das Organisationsteam des CycleHacks Berlin wird für die Organisation einer Kreativwerkstatt in Berlin ausgezeichnet, in der innovative Ideen für den Radverkehr entwickelt werden.

Initiative “Mehrwert Berlin” der Berliner Landesbetriebe

Die Initiative “Mehrwert Berlin” der Berliner Landesbetriebe wird für die Aktion “Wer radelt am meisten?” geehrt.
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Frau Wera Barth, Frau Michaela Ränisch und Frau Bianca Pohler erhielten die Auszeichnung für die Realisierung der Radfahrprüfung im Realraum an der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Berlin-Lichtenrade. Herr Johannes Kowalewsky als Lehrer an der Carl-von-Ossietzky-Schule (Gemeinschaftsschule) wurde für die Integration des Radfahrens als Bestandteil des Sportunterrichts ausgezeichnet. Herr Detlef Haake wurde für sein jahrzehntelanges Engagement als Schulberater für den Verbund Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg geehrt.
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Die Fahrradwerkstatt in der DRK-Notunterkunft Karlshorst

erhielt die Auszeichnung für die Organisation einer Mitmachwerkstatt, vor allem für und mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Notunterkunft, die sich handwerklich betätigen wollen, um defekte Spendenfahrräder Instand zu setzen.

Der Verein “Rückenwind – Fahrräder für Flüchtlinge e. V.”

wurde für seine integrative Projektarbeit ausgezeichnet. Hervorzuheben ist der Ansatz zur Projektaufstellung durch das Einwerben von Spenden- und Fördermitteln. In der Neuköllner Lenaustraße werden gemeinsam mit Flüchtlingen nicht mehr funktionstüchtige Räder auf Vordermann gebracht. Der Verein wird von einer Gruppe Studierender getragen.

Die Fahrradwerkstatt “refugee bikes” in Reinickendorf

wurde ausgezeichnet, weil dort Flüchtlinge bzw. Asylsuchende, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Arbeit der Fahrradwerkstatt eingebunden werden. Es werden auch gemeinsame Fahrradtouren in die nähere Umgebung organisiert.
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