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Unbemannte Luftfahrt

Die Altstadt Treptow-Köpenick bei Sonnenaufgang aus Drohnenperspektive
Die Altstadt Treptow-Köpenick bei Sonnenaufgang aus Drohnenperspektive
Bild: whatslove; Depositphotos

Zuständige Behörde im Land Berlin

Bei Fragen zum Genehmigungsverfahren (Antragsunterlagen, Fristen, Hinweise, etc.) für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge im Land Berlin wenden Sie sich bitte an die dafür zuständige Behörde:

Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB)
Mittelstraße 5/5a
12529 Schönefeld

Detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der LuBB.

Rechtsgrundlagen

Die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge finden Sie in der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947.

Es wird verschiedene Betriebskategorien geben, für die dann unterschiedliche Anforderungen an das unbemannte Luftfahrzeug, aber auch an die Fernpiloten gestellt werden. Die technischen Anforderungen und die Zuordnung der verschiedenen CE-Klassen (C0 bis C6) finden Sie in der Verordnung (EU) 2019/945.

Flugbeschränkungsgebiete (ED-R)

Hinweise zu den Flugbeschränkungsgebieten ED-R 4 und ED-R 146.

Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF)
Robert-Bosch-Straße 28
63225 Langen

Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des BAF.

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Das ED-R 146 ist ein kreisförmiges Gebiet mit einem Radius von ca. 5,6 km um den Sitz des Deutschen Bundestages. Für den Durchflug durch das ED-R 146 ist nur der gewerbliche Betrieb genehmigungsfähig. Für den Betrieb im Umkreis von kleiner als 1,85 km um den Sitz des Deutschen Bundestages, die sogenannte „innere nautische Meile“, muss ein Antrag beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) gestellt werden. Für den Betrieb im Umkreis von größer als 1,85 km um den Sitz des Deutschen Bundestages wird vorab die Prüfung der NfL 1-2128-20 empfohlen, wodurch unter Einhaltung bestimmter Bedingungen und Auflagen die Genehmigung zum Durchflug durch das ED-R 146 als erteilt gilt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ed-r@baf.bund.de

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Für den Antrag auf Genehmigung zum Durchflug durch die innere Nautische Meile benötigt das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) eine sogenannte Interessensbekundung bzw. maßgebliche Zustimmung. Dies bedeutet, dass ein Schreiben einer Bundesverwaltung oder von einer Senatsverwaltung bzw. der Senatskanzlei vorliegen muss, in dem das besondere Interesse an dem Betrieb des unbemannten Fluggeräts in Bezug auf ein bestimmtes Vorhaben in der inneren Nautischen Meile bekundet wird.

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Der ED-R 4 ist ein kreisförmiges Gebiet mit einem Radius von ca. 3,7 km um das Helmholtz-Zentrum Berlin am Wannsee (Hahn-Meitner-Platz 1, 14109 Berlin). Anfragen zum Verfahren richten Sie bitte an ed-r@baf.bund.de

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Naturschutz

Hinweise zum Betrieb von Drohnen in Berliner Schutzgebieten (hier: Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete).

Grundsätzlich ist der Betrieb von Drohnen in Schutzgebieten nach § 21b Abs. 1 Nr. 6 Luftverkehrs-Ordnung (kurz: LuftVO) verboten, dabei ist es irrelevant, wie schwer die Drohne ist.

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Der Betrieb von Drohnen ist in/über Naturschutzgebieten (davon haben wir derzeit 43 in Berlin) und in/über den europäischen Schutzgebieten (dazu zählen die 15 Berliner FFH-Gebiete sowie die 5 Vogelschutzgebiete) verboten. Somit ist zum Beispiel im gesamten Spandauer Forst, der sowohl FFH- als auch Vogelschutzgebiet ist, der Betrieb von Drohnen verboten.

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Die Berliner Schutzgebiete sind teilweise die letzten Rückzugsorte für seltene und empfindliche Arten. Besonders Vögel können auf Drohnenempfindlich reagieren und durch diese aufgeschreckt und verjagt werden. Jedes Auffliegen kostet ein Tier Energie, die es sich eigentlich gut einteilen muss, um überleben zu können. Insbesondere während der Brutzeit kann es durch Drohnenflüge zu Störungen kommen, die die Tiere veranlassen, ihre Nester häufiger zu verlassen und im schlimmsten Fall ihre Brut aufzugeben. Bei bereits geschlüpften Jungtieren verhungern diese elendig, wenn die Elterntiere nicht zurückkehren. Solche Vorkommnisse sollen unbedingt vermieden werden. Um die geschützten Tierarten nicht noch in den letzten verbliebenen Rückzugsorten der Stadt zu gefährden, bitten wir deshalb um konsequente Beachtung der Regelungen.

Ein zusätzlicher Hinweis: In vielen der Schutzgebiete gilt ein Wegegebot. Es ist also verboten, die Wege zu verlassen. Auch dies dient dem Schutz seltener Tier- und auch Pflanzenarten.

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Die großflächigen FFH-und Vogelschutzgebiete (zusammen werden sie als NATURA2000-Gebiete bezeichnet) sind auf der Homepage der Senatsverwaltung dargestellt und die Abgrenzungen als digitale Karten verfügbar.

Unter folgendem Link sind die NATURA2000-Gebiete zu finden:
https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/natura-2000/

Unter folgendem Link sind die Naturschutzgebiete zu finden:
https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/schutzgebiete/naturschutzgebiete/

Des Weiteren befindet sich unter den angegebenen Links zu jedem Gebiet eine Karte sowie Informationen zu den Sachdaten eines Gebiets. Ebenfalls befindet sich eine Übersicht aller in Rede stehenden Gebiete in den FAQs weiter unten.

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Im nördlichen Bereich des Grunewalds am „Schuttberg“ ist eine Sonderfläche für den Betrieb von Drohnen (als Flugmodell­fläche) freigestellt. Diese ist in Abbildung 1 dargestellt. Selbstverständlich sind auch hier alle gesetzlichen Regelungen zu beachten, die ein Drohnenpilot eigenverantwortlich kennen und immer umsetzen muss (bspw. die Abstandsregelungen zur Wohnbebauung).

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Bildvergrößerung: Karierte Flugmodellfläche auf dem Schuttberg/Drachenberg im nördlichen Grunewald
Abb. 1: Karierte Flugmodellfläche auf dem Schuttberg/Drachenberg im nördlichen Grunewald
Bild: Geoportal

In folgenden Berliner Gebieten ist der Betrieb von Drohnen grundsätzlich verboten. Da Naturschutzgebiete in der Regel kleinflächiger sind, liegen diese teilweise innerhalb der FFH-und Vogelschutzgebiete. Dadurch kann es zu Mehrfachnennungen kommen.

FFH-und Vogelschutzgebiete:
Baumberge, Falkenberger Rieselfelder, Fließwiese Ruhleben, Fort Hahneberg, Grunewald, Müggelspree-Müggelsee, Pfaueninsel, Schlosspark Buch, Spandauer Forst, Tegeler Fließtal, Teufelsseemoor Köpenick, Wasserwerk Friedrichshagen, Wasserwerk Tegel, Westlicher Düppeler Forst, Wilhelmshagen-Woltersdorfer Dünenzug, Zitadelle Spandau

Naturschutzgebiete:
Bäkewiese, Barssee und Pechsee, Baumberge,Bogenseekette und Lietzengrabenniederung, Ehemaliges Flugfeld Johannisthal, Eiskeller und Spandauer Luchwald, Falkenberger Rieselfelder, Fauler See, Fließwiese Ruhleben, Fort Hahneberg, Großer & Kleiner Rohrpfuhl, Großes Fenn, Grünauer Kreuz, Grunewaldsee (südlicher Teil), Hundekehlefenn, Idehorst, Insel Imchen bei Kladow, Kalktuffgelände am Tegeler Fließ, Karower Teiche,Krumme Lake Grünau, Langes Luch / Dachsheide, Malchower Aue, Mittelbruch, Müggelsee und Fredersdorfer Mühlenfließ, Müggelspreeniederung Köpenick, Murellenschlucht und Schanzenwald, Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ, Pfaueninsel, Postfenn und Teufelsfenn, Riemeisterfenn, Sandgrube im Jagen 86 des Grunewalds, Schlosspark Buch und angrenzende Waldfläche, Schlosspark Lichterfelde, Schöneberger Südgelände, Tegeler Fließ, Teufelsbruch und Nebenmoore, Teufelsseemoor Köpenick, Wartenberger -Falkenberger Luch, Unkenpfuhle Marzahn, Wasserwerk Johannisthal, Wilhelmshagen-Woltersdorfer Dünenzug, Windmühlenberg, Ziegeleigraben / Albtalweg

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