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Technik und Energieeinsparung

Bildvergrößerung: Schaltkasten für Ampelanlage
Schaltkasten für Ampelanlage
Bild: SenUVK

Die Berliner Verkehrsampeln werden von der Abt.Verkehrsmanagement überwacht. Die meisten Ampeln sind über Kabelverbindungen an einen Verkehrsrechner angeschlossen. Sie sammeln die Daten der Lichtsignalanlagen und leiten sie an die Verkehrsregelungszentrale der Abt. Verkehrsmanagement weiter.

Verkehrsrechner

In Berlin werden 12 Verkehrsrechner betrieben. Ampeln, die keine Kabelverbindung zu einem Verkehrsrechner haben, werden über Funk überwacht.

Die Verkehrsrechner erfüllen aber noch eine andere Funktion. Bei modernen Lichtsignalanlagen laufen die Signalprogramme in einem eigenen Steuergerät. Bei älteren Ampeln fehlt dieses Gerät. Sie werden deshalb vom Verkehrsrechner gesteuert. Der Nachteil ist: Wird die Verbindung zum Verkehrsrechner unterbrochen, fällt die Ampel aus. Moderne Ampeln arbeiten dagegen auch bei solchen Störfällen weiter.

Leuchtdioden

LED-Signalgeber
LED-Signalgeber
Bild: SenUVK

Bei den meisten Ampeln in Berlin leuchten heute noch in Reflektoren eingesetzte Glühlampen hinter den farbigen Streuscheiben. Neuere Ampeln arbeiten dagegen mit Leuchtdioden oder LEDs (eine Abkürzung des englischen “Light Emitting Diode”).

LED-Displays verbrauchen sehr viel weniger Energie und halten bis zu 20 Mal länger als herkömmliche Glühlampen. Das macht die Instandhaltung der Ampeln spürbar billiger.

An LED-Displays können zudem keine Phantombilder entstehen. Um Phantombilder auch bei traditionellen Ampeln so gut als möglich zu verhindern, werden an Berliner Straßen, die in Ost-West-Richtung verlaufen, spezielle Blenden in den Signalgebern eingesetzt.

Fachbegriffe/FAQ

Die Bezeichnung Ampel ist umgangssprachlich in den meisten deutschsprachigen Ländern gebräuchlich. Allerdings wird sie in Deutschland in der StVO als Lichtzeichenanlage (kurz: LZA) bezeichnet. In der Verkehrsplanung sowie in technischen Richtlinien ist jedoch der Begriff Lichtsignalanlage (LSA) gängiger.

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Lautsprecher an blindengerechten Ampeln, die Geräusche als Signale senden. Sie sind etwa 2,5 Meter hoch am Mast angebracht, damit sie gut gehört und leicht geortet werden können. Zur Lokalisierung der Maste ertönt im Sekundentakt ein Tackgeräusch mit einer nach DIN festgesetzten Frequenz von ca. 1,2 Hz. Springt die Ampel auf Grün, wird zusätzlich ein Ton in einem harmonischen Klang mit einer Frequenz von 4 Hz erzeugt, der in Laufrichtung abgestrahlt wird.

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Eine Ampelsteuerung, die unabhängig vom Verkehrsaufkommen abläuft.

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Optische Signalgeber sind die farbigen Leuchten einer Ampel. Signalgeber für Autofahrer haben meist einen Durchmesser von 200 mm, seltener 300 mm. Signale für Radfahrer sind deutlich kleiner.

Im Allgemeinen leuchtet die ganze Fläche der Signale. Ausnahmen: Bei Ampeln für Abbiegespuren zeigen sie einen schwarzen Pfeil auf rot oder gelb leuchtendem Hintergrund und einen grün leuchtenden Pfeil auf schwarzem Hintergrund. Signale für Fußgänger zeigen eine stehende rote und eine gehende grüne Figur.

Für Busse und Straßenbahnen werden mancherorts eigene, weiß leuchtende Signale mit unterschiedlichen Symbolen verwendet.

Ein Signalgeber besteht aus einer Kunststoffkammer, in der vor einem Reflektor die Glühbirne sitzt. Als Deckel sitzt auf der Kammer eine strukturierte und rot, gelb oder grün gefärbte Glasscheibe (die sogenannte Streuscheibe). Eine Maske zwischen Reflektor und Streuscheibe erzeugt die Bilder von Pfeil und gehender oder stehender Figur. Bei den neuere LED-Signalgeber strahlen die Dioden bereits farbiges Licht ab, so dass die Streuscheiben auch farblos sein können.

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Bei tief stehender Sonne kann das Licht vom Reflektor im Innern des Signalgebers so ungünstig zurückgeworfen werden, dass das Signal auch im ausgeschalteten Zustand aufleuchtet. Dieses Aufleuchten nennt man Phantombild.

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Die Zeitspanne, die ein Verkehrsteilnehmer bei mittlerer Geschwindigkeit bis zum Verlassen des Kreuzungsbereichs benötigt. Für Fußgänger berechnet sie sich aus der Breite der Straße, für Fahrzeuge aus der Strecke von der Haltelinie bis zum Ende der letzten Fußgängerfurt plus einer durchschnittlichen Fahrzeuglänge und der anschließenden Gelbphase.

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siehe Optische, Akustische und Taktile Signalgeber

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Das Schaltprogramm einer Ampel, das die Zeiten für die Signale Rot, Rot-Gelb, Grün, Gelb, Rot festlegt.

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Eine Ampel, die auf eine Anforderung innerhalb weniger Sekunden reagiert. Meist handelt es sich dabei um eine Fußgängerampel.

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Die strukturierte und rot, gelb oder grün gefärbte Glasscheibe vor den Glühbirnen einer Ampel.

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An behindertengerechten Ampelanlagen befindet sich an der Unterseite der Taster ein Pfeil. Er beginnt zu vibrieren, sobald die Ampel für Fußgänger auf Grün schaltet.

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Die addierte Zeit der Rot-, Gelb- und Grünphase einer Ampel – also die Zeit eines kompletten Signaldurchlaufs. Typische Umlaufzeiten in Berlin sind 60, 70 oder 90 Sekunden.

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Eine Ampelsteuerung, die auf das tatsächliche Verkehrsaufkommen reagiert. Im einfachsten Fall eine Fußgängerampel mit Anforderungstaster. Bei komplizierteren verkehrsabhängigen Steuerungen messen Induktionsschleifen in der Fahrbahndecke, Infrarotdetektoren, Anforderungstaster für Fußgänger, Funkempfänger (für ÖPNV, Feuerwehr oder Polizei) das Verkehrsgeschehen und passen die Signale dem ermittelten Bedarf an.

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Datenknoten, an die die einzelnen Ampelanlagen angeschlossen sind. Sie geben nicht nur die Daten weiter an die Verkehrsregelungszentrale, sondern steuern auch ältere Ampeln, die noch über kein eigenes Steuergerät verfügen.

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