Pfaueninsel wurde erneut unter Schutz gestellt

Naturschutzgebiet Pfaueninsel
Bild: Dirk Laubner
Pressemitteilung vom 20.03.2017

Das Unterschutzstellungsverfahren der Pfaueninsel ist abgeschlossen und die Pfaueninsel wurde erneut unter Schutz gestellt. Behörden, Naturschutzverbände und die Öffentlichkeit beteiligten sich an dem Verfahren. Die Verordnung wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

Das Naturschutzgebiet Pfaueninsel ist Gartendenkmal und Teil des Unesco-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Die Insel ist Teil des internationalen Schutznetzes „Natura 2000“ und steht seit 1941 unter Naturschutz.

Aufgrund der hohen Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes, der Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) und der Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Vogelschutzrichtlinie) war eine Neuausweisung des Schutzgebietes erforderlich.

Wesentliche Unterschiede zur bisherigen Verordnung sind die dem neuen Naturschutzrecht angepassten Anforderungen gegenüber den in der FFH- und Vogelschutzrichtlinie genannten Arten. Mit in die Verordnung einbezogen sind auch Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Darüber hinaus enthält die neue Verordnung Möglichkeiten, in bestimmten Fällen Ausnahmen von den Verboten zuzulassen.

Die Pfaueninsel, die von Peter Joseph Lenné zwischen 1816 und 1834 in einen Landschaftspark umgestaltet wurde, hat sich dank besonderer Pflegemaßnahmen durch die Stiftung Schlösser und Gärten mit ihren Wald- und Wiesenbeständen auch zu einem ökologischen Kleinod entwickelt. Die alten, teilweise oder ganz abgestorbenen Bäume mit ihren Höhlen sind Lebensräume für eine Vielzahl streng geschützter Tierarten wie Fledermäuse, Heldbockkäfer und Eremiten.