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Anstoß Energie

Datenaufnahme
Datenaufnahme
Bild: Berliner Energieagentur

"Anstoß Energie" – Gemeinsam Energiesparen am Arbeitsplatz

Hohe Energiekosten sind in Unternehmen und Verwaltungen definitiv vermeidbar, denn in vielen Fällen ist es möglich, die Ausgaben für Strom, Wärme oder Klimatisierung mit sogenannten “nicht- oder geringinvestiven” Maßnahmen nennenswert zu reduzieren. Das Stichwort lautet: Nutzermotivation.

“Anstoß Energie” heißt das Projekt, das die Berliner Energieagentur (BEA) im Auftrag des Berliner ImpulsE-Programms der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz umsetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei keine aufwändigen technischen Lösungen, die in vielen Fällen – zum Beispiel bei gemieteten Gewerbe- oder Büroflächen – überhaupt nicht umgesetzt werden können.

Im Gegenteil: Das Projekt setzt bei den Nutzern der Gebäude an, die für “kleine Maßnahmen” sensibilisiert und geschult werden. Die Potenziale sind vorhanden. Etwa zehn Prozent der Energiekosten können durch nicht- und geringinvestive Maßnahmen am Arbeitsplatz eingespart werden, dabei spielt das Verbrauchsverhalten die entscheidende Rolle. Aber auch einfach durchzuführende Einstellungsänderungen in der Heiz- oder Lüftungszentrale können große Wirkung entfalten.

Einsparerfolge erschließen

Die Berliner Energieagentur hat in den vergangenen Jahren mehr als 30 Pflegeheime, zehn Schulen sowie Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäude und Sportstätten beraten.

Die Summe kleiner Einsparungen bringt den Erfolg: Beispielsweise wurde in Kindereinrichtungen der Caritas ein Wasserdurchfluss von 12 Litern/Minute an Waschbecken und 20 Litern/Minute an Duschen gemessen. Diese Kitas sparen nun allein durch den Einbau wassersparender Armaturen.

Auch in Verwaltungsgebäuden schlummern an vielen Orten Einsparpotenziale. So können durch die konsequente Nutzung von schaltbaren Steckerleisten pro Arbeitsplatz und Jahr rund 35 kWh eingespart werden. Zusätzlich sind in nahezu allen Gebäuden Einsparpotenziale durch Veränderung der Beleuchtungszeiten und Austausch veralteter Lampen in den Fluren möglich. In einem Verwaltungsgebäude des Bezirksamts Treptow-Köpenick beispielsweise können rund 700 kWh pro Jahr gespart werden, wenn die 14-stündige Beleuchtungszeit der Flure um eine Stunde reduziert wird.

Ein weiterer unnötiger Stromfresser sind sogenannte Untertischboiler, die rund um die Uhr erwärmtes Wasser bereithalten. Durch die Reduzierung der Vorhaltetemperaturen bzw. Abschaltung der Geräte am Wochenende oder die Ersatzinvestition in Durchlauferhitzer, sind hierbei Einsparungen zu generieren.

Der Mensch im Mittelpunkt

Kernbausteine des Projektes sind – nach Erfassung des Ausgangszustands im Gebäude – persönliche Gespräche, Workshops und die Entwicklung von gemeinsamen Strategien zu dauerhaftem ressourcensparenden Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz. “Anstoß Energie” baut auf Erfahrungen früherer Projekte auf und bietet Lösungen, um nachhaltig durch gering- und nichtinvestiven Maßnahmen Energie- und Wasserkosten zu sparen.

Anstoß Energie – Energiesparen am Arbeitsplatz

Info-Blatt

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