Nahverkehr

Bildausschnitt: Person in Rollstuhl vor einem Zug
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Ein allgemein zugänglicher öffentlicher Personennahverkehr ist Teil der Daseinsvorsorge und schließt die Berücksichtigung der Belange von behinderten und alten Menschen ebenso ein wie z.B. von Eltern mit Kinderwagen.

Maßnahmen für einen barrierefreien Berliner ÖPNV

  • Seit 2009 sind alle der in Berlin eingesetzten Busse für Menschen mit Behinderung, insbesondere im Rollstuhl, geeignet. Sie können von Menschen mit Behinderung ohne oder zum geringen Teil noch mit unterstützender Hilfe anderer Personen genutzt werden. Über zwei Drittel aller Tramhaltestellen sind für Menschen mit Behinderung durch den Einsatz von Niederflurwagen nutzbar. Im Jahre 2017 werden auch bei der Straßenbahn nur noch Niederflurwagen im Einsatz sein;
  • Neue Haltestellen und Haltestelleninseln erhalten abgesenkte Bordsteinkanten und Blindenleitsysteme, sodass auch blinde und stark sehbehinderte ÖPNV-Nutzer sicher zu den Fahrzeugtüren geleitet werden.
  • In den beiden letzten Jahrzehnten wurden rund zwei Drittel der 173 U-Bahnhöfe und über 90 Prozent der 132 S-Bahnhöfe in Berlin mit Aufzugs- oder Rampenanlagen sowie mit Blindenleitsystemen ausgestattet.
  • Zukünftig wird das Aufzugsprogramm von den beteiligten Verkehrsträgern bei gesicherter Finanzierung nach verkehrlichen und Nutzerprioritäten fortgeführt. Bis 2020 werden alle U-Bahnhöfe sowie alle S-Bahnhöfe mit Aufzügen ausgestattet und weitere Bahnhöfe ein Blindenleitsystem erhalten.
  • Zum Einstieg in die unterschiedlich hohen S-und U-Bahnfahrzeuge und falls ein Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug vorhanden ist, sind auf den mit Aufzügen oder Rampen ausgestatteten S-und U-Bahnhöfen mobile Rampen vorhanden, die in der Regel vom Fahrzeugführer an die erste Einstiegstür angelegt wird.
  • Von den 21 Regionalbahnhöfen sind zurzeit mindestens 18 Bahnhöfe für Fahrgäste mit Behinderung nutzbar.
  • Auf wichtigen Regionalexpresslinien werden barrierefreie Doppelstockwagen und Triebwagen eingesetzt. Jeweils ein Wagen je Zug ist grundsätzlich für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ausgestattet. Damit Rollstuhlfahrer in die Regionalzüge gelangen können, gibt es eine fahrzeuggebundene Überfahrbrücke bzw. in einigen Zügen eine mobile Rampe, die im Fahrzeug mitgeführt wird.

Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr

Wer eine Beschwerde beim Verkehrsunternehmen eingereicht hat, z. B. wegen fehlender Informationen oder Beschädigung bzw. Verlust von Mobilitätshilfen, und keine befriedigende Antwort erhalten, kann sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e. V. (söp) wenden. Die Schlichter der söp vermitteln zwischen Fahrgästen und Verkehrsunternehmen, prüfen die Beschwerde und erarbeiten einen Vorschlag zur einvernehmlichen und außergerichtlichen Beilegung des Streits.

Mobilitätstrainings der BVG für Fahrgäste mit Handicap

Die Berliner Verkehrsbetriebe bieten spezielle Trainings für mobilitätseingeschränkte Menschen an, bei denen Fahrgäste in einem leeren Fahrzeug beispielsweise üben, wie man mit den vorhandenen Hilfen am besten in die Fahrzeuge gelangt und sich während der Fahrt sichert. Mitarbeiter der BVG helfen dabei und beantworten Fragen.

Bus & Bahn Begleitservice

Für geh- oder sehbehinderte sowie ältere Menschen, die Bus und Bahn nur schwer alleine nutzen können oder Hilfe an komplizierten Umsteigepunkten benötigen, bietet der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) zu bestimmten Zeiten einen kostenlosen Bus & Bahn-Begleitservice an.

Aufzugsstörungen im öffentlichen Personennahverkehr

Die BVG informiert über Aufzugsstörungen über den automatischen Ansagedienst unter der Telefonnummer (030) 2562-2096 und im Internet. Bei der S-Bahn erhalten Kunden die Informationen zur Verfügbarkeit von Aufzügen über das Kundentelefon (030) 2974-3333 sowie im Internet.

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit bei den Verkehrsbetrieben und der Deutschen Bahn:

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die S-Bahn Berlin, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die Deutsche Bahn informieren auf ihren jeweiligen Internetseiten ausführlich über Barrierefreiheit und aktuelle Einschränkungen.

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
BVG Call Center
Tel.: (030) 19449
E-Mail: info@bvg.de
Internet: www.bvg.de

S-Bahn-Berlin GmbH
S-Bahn-Kundenservice
Tel.: (030) 2974-3333
E-Mail: kundenbetreuung@s-bahn-berlin.de
Internet: www.s-bahn-berlin.de

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB)
Tel.: (030) 2541-4141
E-Mail: info@vbbonline.de
Internet: www.vbbonline.de

Deutsche Bahn AG
Mobilitätsservice-Zentrale
Tel.: (0180) 6-512-512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
E-Mail: msz@deutschebahn.com
Internet: Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn