Bauen

Planzeichnungen
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Im Bereich Bauen bedeutet Barrierefreiheit, dass die gestalteten baulichen Anlagen für Menschen mit Behinderung grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar sowie zugänglich sind und von ihnen genutzt werden können. Dies nützt nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern erleichtert auch vielen anderen Gruppen der Gesellschaft die alltägliche Lebensführung. Insbesondere die wachsende Zahl der älteren und oft mobilitätseingeschränkten Menschen sowie Eltern mit Kleinkindern und Kinderwagen profitieren in hohem Maße von dem Abbau der Barrieren.

Person im Rollstuhl an einer rollstuhlgerechten Rampe, die zu einer Tür führt
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Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden

Das barrierefreie Bauen wurde in der am 01.02.2006 in Kraft getretenen Berliner Bauordnung (BauO Bln) und in der Berliner Gaststättenverordnung sowie in der Betriebs-Verordnung (BetrVO) verankert. Die Berliner Bauordnung sieht vor, dass öffentlich zugängliche bauliche Anlagen wie z. B. Einrichtungen der Kultur und des Bildungswesens, Sport- und Freizeitstätten, Einrichtungen des Gesundheitswesens, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude, Verkaufs-, Gast- und Beherbergungsstätten, Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen so errichtet und instand gehalten werden müssen, dass sie von Menschen mit Behinderung, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern über den Hauptzugang barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe genutzt werden können. Die Herstellung der Barrierefreiheit von Wohnungen ist ebenfalls in der Bauordnung geregelt.

Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenland

Im öffentlichen Straßenland Berlins gilt ebenfalls der Grundsatz der Barrierefreiheit. Optische und taktile Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder, Ampeln mit Zusatzgeräten für Sehbehinderte und Blinde, Bordsteinabsenkungen für Rollstuhlfahrer/innen, Mittel- und Schutzinseln sind nur einige der Elemente, mit denen das Berliner Straßenland in den vergangenen Jahren barrierefrei gestaltet wurde und in der Zukunft weiter ausgebaut wird.

Koordinierungsstelle 'Barrierefreies Bauen'

Die Koordinierungsstelle ‘Barrierefreies Bauen’ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung informiert und berät Bauherren, öffentliche Institutionen und Privatpersonen zur Barrierefreiheit und leistet so einen wesentlichen Beitrag, damit die Belange von Menschen mit Behinderung bei Bauprojekten berücksichtigt werden.