Pflegeausbildung

Altenpflegerin beim Hausbesuch einer Patientin
Bild: Miriam Dörr - Fotolia.com

Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ) zur Pflegeberufereform

In den FAQ erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen zur Pflegeberufereform:

In der Erprobungszeit wird es drei neue Abschlüsse geben:

Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann

  • generalistisch einsetzbar und EU-rechlich anerkannt

Altenpflegerin bzw. Altenpfleger (nach PflBG)

Die Auszubildenden können sich nach zwei Jahren Ausbildung entscheiden, ob sie
  • generalistisch weitermachen oder
  • im dritten Ausbildungsjahr weiter, wie bisher, als Altenpflegerinnen/Altenpfleger ausgebildet werden wollen.

Die Entscheidung haben die Auszubildenden frühestens sechs und spätestens vier Monate vor dem dritten Ausbildungsjahr bekannt zu geben.
Wahlmöglichkeiten haben die Auszubildenden nur, wenn Sie auch einen entsprechenden Vertiefungseinsatz gewählt haben. Der Vertiefungseinsatz ist beim Träger der praktischen Ausbildung durchzuführen. Das heißt, wer mit einer Altenpflegeeinrichtung den Ausbildungsvertrag abschließt und dort entsprechend seinen Vertiefungseinsatz absolviert, kann ausschließlich die Spezialisierung in der Altenpflege oder die Generalistik wählen.

Die Spezialisierung ist nicht automatisch EU-rechlich anerkannt. Die Altenpflegerin bzw. der Altenpfleger muss das bisher übliche Anerkennungsverfahren durchlaufen.

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger (nach PflBG)

Die Auszubildenden können sich nach zwei Jahren Ausbildung entscheiden, ob sie
  • generalistisch weitermachen oder
  • im dritten Ausbildungsjahr weiter, wie bisher, als Kinderkrankenpflegerinnen/Kinderkrankenpfleger ausgebildet werden wollen.

Die Entscheidung haben die Auszubildenden frühestens sechs und spätestens vier Monate vor dem dritten Ausbildungsjahr bekannt zu geben.

Wahlmöglichkeiten haben die Auszubildenden nur, wenn Sie auch einen entsprechenden Vertiefungseinsatz gewählt haben. Der Vertiefungseinsatz ist beim Träger der praktischen Ausbildung durchzuführen. Das heißt, wer einen Ausbildungsvertrag mit entsprechendem Vertiefungseinsatz z.B. in einer Kinderkrankenpflegestation abschließt, hat ausschließlich die Wahlmöglichkeit zwischen der Kinderkrankenpflege und der Generalistik.

Die Spezialisierung ist nicht EU-rechlich anerkannt. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger muss das bisher übliche Anerkennungsverfahren durchlaufen.

Ausbildung in Teilzeit

Teilzeitausbildung ist eine wochenstundenreduzierte Ausbildung mit einer Höchstdauer von 5 Jahren.

Die Teilzeitausbildung soll der besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf dienen.
Auszubildende mit z.B. familiären Sorgeverpflichtungen oder anderweitigen persönlichen Gründen, haben besondere Bedarfe an zeitlichen und finanziellen Ressourcen.
Hinsichtlich der zeitlichen Ressourcen ermöglicht die Teilzeitausbildung, durch die Streckung der Ausbildungszeit auf fünf Jahre, eine wöchentliche Stundenreduzierung, so dass z.B. die Betreuung von Kindern oder Angehörigen ermöglicht werden kann.