Entwicklung von Transsensibilität in Organisationen

Transgeschlechtlicher Mann mit seinem Vorgesetzten im Flur einer Behörde in Berlin.
Bild: LADS, Fotografin: Anja Weber

Berlin ist bereits 2007 der Charta der Vielfalt beigetreten und hat sich damit verpflichtet, Diversity-Aspekte als Arbeitgeber zentral in der Berliner Verwaltung zu etablieren.

Die öffentliche Verwaltung und Unternehmen müssen sich jedoch dann auch daran messen lassen, wie gut sie mit Vielfalt umgehen und ob sie als trans*-sensibel bzw. trans*-freundlich wahrgenommen werden.

In diesem Zusammenhang führte das Projekt zu verschiedenen Ideen und Initiativen. Im Gespräch sind beispielsweise die Entwicklung und Einführung von Transitionsrichtlinien für den Polizeidienst, die Weiterentwicklung der Transitionsrichtlinien bei der SAP AG, eine Initiative aus Trans*Organisationen und einem Unternehmen zur Entwicklung eines Mentoring Programmes für Trans*Menschen im Arbeitsleben, spezielle Bewerbungstrainings für Trans*Menschen, die Einführung von Anonymisierten Bewerbungsverfahren unter Beachtung der geschlechtlichen Vielfalt etc.

Was einen trans*freundlichen Arbeitgeber ausmacht, verdeutlicht ein Zitat des Polizeipräsidenten von Berlin Klaus Kandt:

„Die Beteiligung der Polizei Berlin am Projekt Trans in Arbeit hat zu einer erhöhten Sensibilisierung für die Erfordernisse und Chancen bei der Entwicklung zu einer trans*freundlichen Arbeitgeberin geführt. Auch transgeschlechtliche Menschen müssen bei der Nachwuchsgewinnung mit ihren individuellen Fähigkeiten berücksichtigt werden. Menschen mit unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen bewerben sich für den Polizeiberuf und erwarten, dass dies als Ressource und Chance begriffen wird. Um auch für transgeschlechtliche Bewerber_innen attraktiv zu sein, gilt es vor allem, Bewerbungshindernisse abzubauen, bestehende Vorschriften und Arbeitsweisen zu überprüfen und ggf. anzupassen.“

(Zitat aus dem Beitrag von Klaus Kandt im Reader Trans* im Job