Rechtssicherheit und Selbstbestimmung stärken

In einem Uni-Hörsaal auf dem Tisch vor der Tafel sitzende transgeschlechtliche Frau
Bild: LADS, Fotografin: Anja Weber

Die aktuelle Umfrage der Europäischen Grundrechteagentur FRA zeigt deutlich, dass transgeschlechtliche Menschen sich ihrer Rechte nur unzureichend bewusst sind. So wissen beispielsweise nur etwa die Hälfte aller Befragten in Deutschland um ein Gesetz, das Menschen bei der Arbeitssuche vor Diskriminierung aufgrund ihrer Geschlechtsidentität schützt. Und obwohl der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in einer ganzen Reihe von Rechtssachen befand, dass die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts auch die Diskriminierung aufgrund einer Geschlechtsangleichung umfasst, hat dieser allgemeine Ansatz noch nicht einheitlich in die Rechtsvorschriften und Praxis aller EU-Mitgliedstaaten Eingang gefunden.

Deshalb war ein weiterer Bestandteil des Projekts das Empowerment von transgeschlechtlichen Menschen über Information und Aufklärung. In diesem Zusammenhang fanden thematische Fachrunden mit Trans*-Organisationen statt und es wurden Informationsmaterialien über die Rechte von transgeschlechtlichen Menschen, insbesondere bei erlebter Diskriminierung, entwickelt und verbreitet.

Darüber hinaus wurde eine Expertise zur Identifizierung von Diskriminierungspotenzialen gegenüber trans- und intergeschlechtlichen Menschen im bundesdeutschen Recht erstellt, um in Zukunft konkrete antidiskriminierungspolitische Strategien bzw. rechtliche Rahmenbedingungen formulieren und die aktuelle Debatten begleiten zu können.