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Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer: Dokumentation, Information und Gedenken

2.6. Kommunikation
2.6.1. Die Mauer im Internet

Als Teil des Gesamtkonzeptes zur Dokumentation und zur Erinnerung an die Berliner Mauer und für das Gedenken an deren Opfer wurde am 5. April 2006 im Rahmen des Berliner Stadtinformationssystems Berlin.de unter der Adresse www.berlin.de/mauer das Internetportal „Berliner Mauer“ geschaffen. Funktion des Internet-Portals ist es, über die einzelnen Erinnerungsorte, die sich in Berlin mit Thema Mauer beschäftigen, zu informieren. Es gibt darüber hinaus Hinweise auf die Orte des Gedenkens an die Opfer der Berliner Mauer und einen Link zu der Website, auf der Biographien von Mauertoten nachzulesen sind.

Mit rund 20 Mio. Seitenabrufen im Monat ist Berlin.de das mit Abstand größte kommunale Stadtportal in Deutschland. Diese hohe Reichweite und die prominente Adresse gewährleisten dem Angebot weltweit hohe Aufmerksamkeit. Als vom Land Berlin autorisierter „offizieller Landesinhalt“ bildet es zugleich eine orientierende Qualitätsmarke in der Vielzahl der unterschiedlichen Mauerinformationen im Netz.

Unter Beteiligung der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Senatskanzlei und des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart e.V. wurde hier umfangreiches Text- und Bildmaterial zum Thema zusammengetragen und mediengerecht verfügbar gemacht. Dabei wurden auch alle bereits beim Land Berlin zum Thema „Mauer“ vorhandenen Informationen erstmals einheitlich zusammengefasst, wie z.B. Links zu den Gedenkstätten und Erinnerungsorten, Biographien von Maueropfern oder die umfangreiche Studie „Berliner Mauerspuren“ des Landesdenkmalamtes.

Kernpunkt des Angebots ist eine im Flash-Format gestaltete interaktive Karte des Mauerverlaufs, die ein stufenloses Zoomen (bis auf 200%) und Verschieben des Kartenausschnitts sowie das Einblenden von Zusatzinformationen in Echtzeit ermöglicht. Hier kann man den Grenzstreifen einschließlich „Vorder- und Hinterlandmauer“ mit dem dazwischen liegenden Grenzstreifen auf dem Stand von 1989 sehen. Außerdem gibt es Teilkarten zu besonders wichtigen Orten, wie z.B. den ehemaligen Grenzübergängen oder den Mauergedenkstätten.

Der gesamte Inhalt der Website liegt datenbankbasiert vor. Änderungen und Erweiterungen des Angebots können zeitnah und ohne großen Aufwand vorgenommen werden. Auch die Übersetzung in andere Sprachen ist bereits vorbereitet und wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zügig realisiert werden. Die Pflege der Seiten übernimmt die bei der Senatskanzlei angesiedelte Landesredaktion von Berlin.de. Die Internetseite soll künftig auch mit Audioguideangeboten gekoppelt sein. Der Senat wird die Website zur Berliner Mauer, auch durch Einbeziehung von Kritik und Anregungen, kontinuierlich weiterentwickeln.

Im Zusammenhang mit der Beschlussfassung des vorliegenden Gesamtkonzeptes Berliner Mauer wird durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Verein Berliner Mauer ein moderierter öffentlicher Dialog im Internet unter www.berlin.de/mauerdialog und vor Ort mit Fachspaziergängen organisiert. Ziel dieses Dialoges ist es, das Gedenkkonzept vorzustellen und Anregungen zu erarbeiten, wie dessen Umsetzung an der Bernauer Straße ausgestaltet werden kann.