Projekt: Magische Musikinstrumente (und wo sie zu finden sind)

3 Kinder im Zauberumhang
Bild: MIM, Anne-Katrin Breitenborn

Ziel des Projekts “Magische Musikinstrumente – und wo sie zu finden sind” ist es, eine multimediale Kinder- und Erwachsenentour durch das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung zu entwickeln, die den Blick auf die Bandbreite der europäischen Musikinstrumentenbau-Traditionen sowie den damit verbunden Spieltechniken und Klängen auf eine familiengerechte Weise schärft.

Die Tour wird in fünf Sprachen angeboten (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch), um sowohl Tourist*innen als auch den in Berlin ansässigen Communities aus entsprechenden Ländern einen optimalen Zugang zu gewähren. Es ist außerdem das erste multilinguale Familienangebot, das den Besucher*innen ständig zur Verfügung steht.

3 Kinder mit Zauberhüten schauen auf eine große Kirchenorgel
Bild: MIM, Anne-Katrin Breitenborn

Die europäischen Musiktraditionen, ebenso wie der europäische Musikinstrumentenbau entwickelten sich über regional gewachsene Formenvielfalt sowie durch kulturellen Austausch und Technologietransfer über politische und geografische Grenzen hinweg. Für nahezu jedes Musikinstrument lassen sich solche historischen und systematischen Entwicklungslinien nachzeichnen. Mit unserem Projekt wollen wir diesen vielfältigen und über Jahrhunderte hinweg andauernden kulturellen Austausch in einer für Kinder und Familien geeigneten Weise erfahrbar und auf unterhaltsame Art verstehbar machen. Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, das reiche musikalische und instrumentenkundliche Erbe lebendig und zugänglich zu erhalten.

„Magische Musikinstrumente (und wo sie zu finden sind)“ weckt Assoziationen an den generationen- und länderübergreifend bekannten Zauberer-Kosmos rund um Harry Potter. Da viele historische Musikinstrumente, deren Spielweise und Klangfarben heute im Allgemeinwissen nicht mehr präsent sind, bieten sich für einen ersten Zugang Objektbeschreibungen in der Formensprache von Magie und Zauberei an.

Kinder im Zauberumhang an der Violine
Bild: MIM, Anne-Katrin Breitenborn

Gibt es wirklich Instrumente, die ohne Berührung gespielt werden? Wo kommt der Klang bei der Glasharmonika her und wieso kann die Mighty Wurlitzer Orgel zwitschern wie ein Vogel? Da könnte doch Zauberei im Spiel sein … Auf unterhaltsame Weise erklärt die multimediale Kinder- und Familientour solche Fragen und bietet auch Hörbeispiele und Videos

Parallel werden wir für jedes Objekt eine „nicht-magische“ Textversion mit organologischen und historischen Informationen erstellen. Beispiele: Das berührungslos zu spielende Theremin fasziniert heute noch durch seine magische Anmutung, die physikalische Erklärung dagegen (ein elektromagnetisches Feld reagiert auf die Annäherung des menschlichen Körpers) hat ihren Platz im „nicht-magischen“ Text.

Beim Familiennachmittag am 5. Mai 2019 hat, nach einer kurzen Vorstellung des Projekts, jeder Besucher die Möglichkeit, die Tour eigenständig oder unter Anleitung auszuprobieren. In Konzerten, Führungen und Bastelworkshops werden verschiedene Aspekte der Tour näher beleuchtet.

Weitere Informationen

Projektträger:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Fördersumme:
10.000 €

Webseite der Stiftung Preußischer Kulturbesitz