Zukunftsstrategie für die Berliner Öffentlichen Bibliotheken – offizieller Start in die digitalen Welten

Pressemitteilung vom 18.07.2016

Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller hat heute in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Mitte gemeinsam mit der Vorsitzenden der Verbundkonferenz der Öffentlichen Bibliotheken, Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (Steglitz-Zehlendorf), und Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), die Zukunftsstrategie für die Berliner Öffentlichen Bibliotheken vorgestellt. Die Strategie umfasst 4 Handlungsfelder, die Zielsetzungen, Strukturen und Aufgaben beschreiben, mit denen die Berliner Öffentlichen Bibliotheken sich den Herausforderungen der wachsenden Stadt und den sich ändernden gesellschaftlichen und technischen Rahmendbedingungen erfolgreich stellen können.

Michael Müller: „Die Berliner Öffentlichen Bibliotheken gehören zu den wichtigsten Kultur- und Bildungseinrichtungen in der wachsenden Stadt. Berlins Öffentliche Bibliotheken befinden sich in einem ständigen Wandel. Hier können Benutzerinnen und Benutzer aus einem reichen Wissens- und Medienschatz schöpfen und zwar nicht nur auf Papier, sondern zunehmend digital. Deshalb stärkt Berlin die Öffentlichen Bibliotheken der Stadt nachhaltig mit zusätzlichen Haushaltsmitteln für die digitalen Angebote. Mit der vom Senat beschlossenen Strategie sind die Bibliotheken auf einem guten Weg, sich zukunftssicher durch ein zeitgemäßes und attraktives Bibliotheksangebot aufstellen zu können. Die Ampel steht auf Grün für den gemeinsamen weiteren Weg der Berliner Öffentlichen Bibliotheken in die Digitalen Welten.“

Cerstin Richter-Kotowski: „Die Berliner Bibliotheken haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Weg von reinen Bücherentleihstationen hin zu Treffpunkten für Jung und Alt mit vielen Angeboten rund ums Lesen und Wissen. Bibliotheken sind heute nicht mehr vollgestopfte Regale mit verstaubten Büchern bis unter die Decke. Heute kann man hier im Internet arbeiten und recherchieren, Referate und Hausarbeiten in Gruppen vorbereiten, Noten ausprobieren oder einfach nur in Ruhe die neueste Zeitung oder Zeitschrift bei einer Tasse Kaffee genießen.

Hier gibt es Leseangebote für die Jüngsten und Einführungen für Kitas und Schulklassen. Auch das Ausleihen von CD’s, Blue-Ray’s oder auch E-Books ist heute ein fester Bestandteil der Angebote. Mit den modernen Ausleih- und Rückgabestationen ist es gelungen, die Bibliothekare mehr für ihre eigentlichen Beratungsaufgaben freizustellen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit der Senatskanzlei-Kultur fortführen.“

Volker Heller: „Die digitale Stärkung der Öffentlichen Bibliotheken Berlins ist ein dringend erforderlicher Schritt in die richtige Richtung. So bleiben die Berliner Bibliotheken auch zukünftig in ihrem Medienangebot vielfältig und aktuell. Wir können damit auch künftig die Teilhabe für alle Bibliotheksnutzer an Bildungschancen und der Welt digitaler Medien garantieren. Für die Berliner gilt ab heute – die Bibliothek ist für mich auch zuhause da.“

Die am 5. Juli 2016 vom Senat beschlossene Strategie wurde in einem einjährigen intensiven und gemeinschaftlichen Arbeitsprozess von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, den für die Stadtbibliotheken zuständigen Bezirksstadträten sowie dem Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) entwickelt.

Zugleich gibt der Regierende Bürgermeister heute den Startschuss für das vom Land Berlin geförderte Projekt ‚Digitale Welten‘, als einem ersten konkreten Baustein zur Umsetzung der Zukunftsstrategie. In den Jahren 2016 und 2017 werden insgesamt 1,9 Millionen € aus dem Landeshaushalt in Online-Angebote und entsprechende Technik und Endgeräte in den Bibliotheken investiert. Ab heute sind die neuen Angebote auf http://www.voebb.de sichtbar. Neben den Online-Angeboten werden mit Schulanfang in allen Öffentlichen Bibliotheken Berlins auch E-Book-Reader zur Ausleihe zur Verfügung stehen. In der Leseförderung können dann überall Tablets eingesetzt werden. Das E-Book-Angebot wird mit 15 eCircle-Geräten sichtbar gemacht. In den kommenden Jahren wird das digitale Angebot sukzessive weiter ausgebaut.