Moses-Mendelssohn-Preis für Ahmad Mansour

Pressemitteilung vom 20.06.2014

Der Diplom-Psychologe Ahmad Mansour wird den vom Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobten „Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“ erhalten. Dies entschied das Preisgericht für die Verleihung des Moses-Mendelssohn-Preises 2014, dem Caroline Fetscher, Joachim Hake, Dr. Gideon Joffe, Friederike von Kirchbach, Dr. Thomas Lackmann und Dr. Brigitte Wieczorek-Schauerte angehören.

Staatssekretär Tim Renner: „Ahmad Mansour ist ein weltoffener, junger Aufklärer im Geist Moses Mendelssohns, der aktiv und mutig dazu beiträgt, unsere Gesellschaft toleranter werden zu lassen.“

Mit dem 1976 in Israel geborenen Mansour würdigt die Jury eine in herausragender Weise engagierte und couragierte Persönlichkeit. Als arabischer Israeli in Deutschland setzt sich Ahmad Mansour so aktiv wie kreativ für den Abbau von Vorurteilen und für mehr Toleranz in der Gesellschaft ein. Durch seine Publikationen und seine Arbeit in migrantischen Communities trägt Ahmad Mansour dazu bei, Vorurteile gegenüber Juden in Deutschland und in Europa ebenso abzubauen wie Stereotypien zum Staat Israel. Mit Organisationen wie „Heroes e. V.“ setzt er sich gegen das fehlgeleitete Verständnis von „Ehre“ ein, gegen Gewalt im privaten wie öffentlichen Raum und für eine demokratische Kultur des Dialogs, der individuellen Verantwortung und Kritikfähigkeit. Ahmad Mansour wird dabei für viele Jugendliche zu einem lebendigen und produktiven Vorbild.

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird am Montag, den 15. September 2014 vom Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, verliehen. Die Preisverleihung findet im Großen Saal des Berliner Rathauses um 17.00 Uhr statt.