Moses-Mendelssohn-Preis für Shermin Langhoff

Pressemitteilung vom 08/01/12

Shermin Langhoff wird den vom Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobten „Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“ erhalten. Dies entschied das siebenköpfige Preisgericht für die Verleihung des Moses-Mendelssohn-Preises 2012, dem Seyran Ateş, Joachim Hake, Gideon Joffe, Friederike von Kirchbach, Dr. Thomas Lackmann, Dr. Chana Schütz und Wilfried Seiring angehören.

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird am Donnerstag, dem 6. September 2012, durch den Staatssekretär für Kultur, André Schmitz, verliehen. Die Preisverleihung findet um 19 Uhr in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße statt. Die Laudatio hält Seyran Ateş.

Die Jury würdigt Shermin Langhoff für ihre erfolgreiche Arbeit als Künstlerische Leiterin der 2008 eröffneten inter- und transkulturellen Spiel- und Produktionsstätte „Ballhaus Naunynstraße“ in Berlin-Kreuzberg. Das „Ballhaus Naunynstraße“ ist eine Spielstätte der zweiten und dritten Migrantengeneration in Berlin, die mittlerweile kulturpolitisch weit über Berlin hinaus wahrgenommen wird; eine Spielstätte, die sich dank des großen Engagements und des künstlerischen Potenzials von Shermin Langhoff in kurzer Zeit erfolgreich etabliert hat und Theaterarbeit als kritische Begleitung der Gesellschaft sieht.

André Schmitz: „Shermin Langhoffs Leitung hat neue kulturelle Praktiken entwickelt. Sie hinterfragt aktuelle gesellschaftliche Themen mit Mitteln der Kunst, erweitert gesellschaftliche Horizonte und macht damit die kulturelle Vielfalt Berlins im europäischen Kontext sichtbar. Sie hat mit ihrem Konzept erreicht, die Öffentlichkeit und Medien im Umgang mit migrantischer Kultur zu sensibilisieren und Vorurteilen entgegenzuwirken.“