Soforthilfe für finanziell notleidende religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa stellt im Fachbereich des Beauftragten für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften aufgrund der Corona-Pandemie eine Soforthilfe für kleine religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften, welche sich sozial, integrativ sowie religionsübergreifend engagieren, bereit.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen auch religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften. Besonders kleinere Gemeinschaften beziehen ihre finanziellen Mittel durch Spenden, welche bei Versammlungen gegeben werden. Gegenwärtig können keine oder nur für begrenzte Personenzahlen Versammlungen sattfinden, so dass die Einnahmequellen der Gemeinschaften wegfallen oder stark verringert sind. Manche Gemeinschaften haben bereits ihre Rücklagen zur Deckung laufender Kosten eingesetzt und sind nicht mehr liquide.

Zahlreiche dieser kleinen religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften engagieren sich häufig kaum bemerkt durch vielfältige soziale Aktivitäten in ihrer Nachbarschaft. Beispielsweise leisten sie Hausaufgabenhilfe, bieten Sprachkurse an, engagieren sich für Integration, verantworten Bildungsarbeit, gestalten den Dialog der Religionen und informieren Berliner Bürgerinnen und Bürger in Verständigungsarbeit über ihre Weltsicht. Die Gemeinschaften bereichern durch ihr soziales, integratives und religionsübergreifendes Engagement die Berliner Gesellschaft. Diese wichtigen Aktivitäten sollen auch in Zukunft weiterhin möglich sein.

Aus diesem Grund können die engagierten Gemeinschaften einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Sie können einmalig einen Festbetrag von maximal 3.000 Euro erhalten. Der Antrag ist bis zum 28.Mai 2020 gerne vorab per E-Mail und in jedem Fall per Post zu stellen.

Bedingungen für die Förderung sind unter anderem, dass die Gemeinschaft ihren Sitz im Land Berlin hat und sich sozial, integrativ oder religionsübergreifend engagiert. Gefördert werden können Miet-, Neben- und Personalkosten, sowie Sachausgaben. Auch coronabedingte Ausgaben, wie beispielsweise die Anschaffung von Plexiglastrennwänden, Personenleitsysteme, Absperrbänder, Desinfektionsmittel, Druckkosten für Hinweisschilder etc. sind förderfähig. Es können ausschließlich Kosten gefördert werden, welche nach dem Datum der Antragstellung entstanden sind. Für eine mögliche spätere Prüfung sind einige Belege bereits in Kopie mit einzureichen. Die Originalbelege mit Datum sind aufzubewahren und mit dem Verwendungsnachweis nachzureichen.

Diese und weitere Förderkriterien sind nachfolgend im Antrag und im Informationsblatt zur Soforthilfe zu finden.