Industriekultur

Industriekulturlandschaft von Schöneweide – urbanes Flair in der Peripherie
Bild: Regionalmanagement Berlin Schöneweide, David von Becker

Engagement für die Industriekultur

Berlin besitzt wie kaum eine andere Metropole Europas eine große Zahl herausragender Zeugnisse der industriellen Entwicklung. Ob in Wedding oder Tempelhof, in Pankow, Schöneberg, Schöneweide oder Reinickendorf – mit der Elektroindustrie, dem Maschinen- und Eisenbahnbau, der Nachrichten- und Funktechnik, der Textil- und Modeindustrie oder selbst mit der Lebensmitteltechnik hat die Stadt internationale Wirtschafts- und Architekturgeschichte geschrieben.

Im beginnenden 20. Jahrhundert war sie die größte Industriemetropole auf dem europäischen Kontinent. Das verpflichtet uns zum verantwor­tungs­vollen Umgang mit dem industriellen Erbe und zur kreativen Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und städtebaulichen Tradition. Die Zeugnisse von einst sind kreatives Potenzial für morgen. Mit ihrem einzigartigen Charakter und ihrer Vielfalt bieten sie sowohl Raum für Neues und Ungewöhnliches als auch für wirtschaftliche Nutzungen in ihrer traditionellen Bedeutung als Industriestandorte.

Berliner Zentrum Industriekultur (BZI)

Um das Potenzial ins Bewusstsein zu rücken und zu formen, braucht es Information, Aufarbeitung und Vermittlung. Mit dem Berliner Zentrum Industriekultur (BZI), einem Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, hat Berlin einen Motor, der mit seinem Engagement dazu beiträgt, das städtebauliche, wirtschaftliche, touristische wie kulturelle Entwicklungspotenzial auszubauen.

Das BZI berät z. B. die Berliner Stadtpolitik und Verwaltung bei industriekulturellen Querschnittsfragen und bei Konflikten zwischen städtischen und privaten Akteuren. Das BZI ist zugleich Ansprechpartner für die Erarbeitung von Konzepten und Strategien zu Fragen der Erhaltung und/oder Umnutzung von Gebäuden und Anlagen. Dies kann zu einem gezielten Einsatz der Städtebauförderung führen, um Stätten der Industriekultur und das umgebende Quartier aufzuwerten.

Das BZI führt öffentliche Vermittlungsformate zur Industriekultur fort, um das Bewusstsein der Bedeutung zu schärfen, und wird darüber hinaus weitere Aktivitäten entfalten. Neben Diskussionsforen sowie der Teilnahme an Besprechungen und Tagungen erfolgt die Vermittlung auch über den Internetauftritt des BZI unter www.industrie-kultur-berlin.de

Das BZI wird eine touristische Potenzialanalyse aus baukultureller, kulturgeschichtlicher und wirtschaftlicher Sicht initiieren. Bei der Erschließung der touristischen Potentiale soll eine strategische Partnerschaft mit visit Berlin eingegangen werden. Das BZI wird insbesondere die ERIH-Route der Industriekultur Berlin koordinieren und weiterentwickeln. Die Tätigkeit kann unter www.erih.net verfolgt werden. Nicht zuletzt geht es jedoch auch um die Kontinuität der industriellen und/oder gewerblichen Nutzung im Abgleich mit alternativen Interessen. Auch hierbei soll das BZI beratend einbezogen werden.

Zur Verstetigung der Institution erhält das BZI eine Förderung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und ist Ansprechpartner in allen Fragen der Industriekultur.

Faltmappe: Industriekultur in Berlin

Downloads im Einzelnen beim Berliner Zentrum für Industriekultur

Faltmappe: Industriekultur in Berlin, Starke Vergangenheit – starke Zukunft

PDF-Dokument (2.5 MB)