Startschuss für das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018

Pressemitteilung vom 08.01.2018

Europa-Staatssekretär Gerry Woop vertritt Berlin beim deutschen Auftakt am 8. Januar 2018 in Hamburg

Das Europäische Kulturerbejahr wird europaweit mit einer Vielzahl an Projekten und Initiativen begangen. Das macht einen umfassenden Austausch zwischen europäischen Partnern auf allen Ebenen möglich: Mit seinen Leitthemen bietet das Kultuererbejahr ein Medium zu Verständigung, zum Dialog der Nationen über ihre eigenen oder gemeinsamen historischen Bezüge zu besonderen Orten, zum Lernen aus den historischen Entwicklungen mit ihren Folgen bis heute – Lernen aus dem gemeinsamen europäischen Erbe.

Europastaatssekretär Gerry Woop erläutert: „Mit dem ECHY werden wir die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas aufspüren und mit Engagement, kleinen und großen Initiativen, Aktionen und Projekten für eine gemeinsame europäische Zukunft erschließen.
Das Europäische Kultuerbejahr ist besonders für Berlin eine großartige Gelegenheit, die kulturellen und europäischen Anliegen miteinander zu verbinden und im Denkmalschutz wirksam werden zu lassen. Wir wollen hier Impulse setzen für eine europäische Integration, die sich als soziales und kulturelles Projekt begreift, in dem Solidarität und Vielfalt groß geschrieben werden.
Wir fokussieren uns in Berlin auf die Industriekultur, da diese die Stadt als größte Industriemetropole Europas in Technik-, Architektur-, aber auch Sozialgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark geprägt hat, als auch auf das ‚baukulturelle und archäologische Erbe‘.“

Heute grübeln, lernen, leben und tanzen junge kreative Menschen aus ganz Europa in vielen Orten der historischen Berliner Industriekultur. So ist „Industriekultur in die Schulen!“ das Motto einer sehr konkreten Projektidee, die das das Land Berlin befördert. Ebenso wie das Vorhaben zum ehemaligen Flughafen Tempelhof, initiiert von der Stiftung Topographie des Terrors. Denn der Flughafen Tempelhof als Gebäude spiegelt eine facettenreiche und vielschichtige Entwicklung der Stadt wider, die uns heute zum Nachdenken, zum Gedenken und zum Aufarbeiten dieser Zeit auffordert.