„Parlament der Bäume“ und Mauer-Mahnmal des deutschen Bundestages unter Denkmalschutz

Pressemitteilung vom 06.11.2017

Das Landesdenkmalamt Berlin hat das „Parlament der Bäume“ und das Mauer-Mahnmal des deutschen Bundestages als Teil des Denkmalbereichs Berliner Mauer unter Schutz gestellt.

Das „Parlament der Bäume“ in der Nähe des Reichstagsgebäudes entstand seit 1990 auf Initiative des Berliner Künstlers Ben Wagin. Zusammen mit seinem Verein „Baumpaten“ pflanzte er Bäume auf dem ehemaligen Grenzstreifen, wo ein großes Teilstück der Hinterlandmauer erhalten war. In den folgenden Jahren pflanzten zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens weitere Bäume. Außerdem gestaltete Wagin, zusammen mit anderen Künstlern, die erhaltene Mauer zu einem Gedenkort für die Opfer der innerdeutschen Grenze um.

Ende der 1990er Jahre wurde ein Abschnitt der von Ben Wagin gestalteten Mauer in das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus integriert. Das Gebäude gehört zum „Band des Bundes“, das über die Grenze hinweg Ost und West verbindet. Dieser Mauerabschnitt dient heute als öffentlich zugängliches Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages.

„Es ist gut, dass dieser Ort nun unter Denkmalschutz steht“, sagte Kultursenator Dr. Klaus Lederer. „Die authentisch erhaltenen Mauerabschnitte und die Kunstinstallation von Ben Wagin erinnern an den Riss, der durch Berlin, Deutschland und Europa ging und zugleich an die Überwindung eines inhumanen Grenzregimes und die friedliche Revolution von 1989/90“ Er dankte dem Berliner Künstler Ben Wagin für seine Initiative: „In einer Zeit, als die Mauer systematisch beseitigt wurde und Restabschnitte nur unter großen Mühen zum Denkmal erklärt werden konnten, gelang es Ben Wagin, einen ungewöhnlichen Gedenkort von großer Authentizität und Symbolkraft zu schaffen.“

Das „Parlament der Bäume“ und das Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestags sind als „Dezentrale Orte“ Teil des bezirksübergreifenden „Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Berliner Mauer“.