U7-Bahnhöfe stehen unter Denkmalschutz

Pressemitteilung vom 28.03.2017

Sieben U-Bahnhöfe der U7 (Siemensdamm bis Rathaus Spandau) stehen nun als besondere Zeugnisse der Nachkriegsmoderne unter Denkmalschutz.

Die Bahnhöfe aus den 1980er Jahren stammen von Rainer Gerhard Rümmler (1929-2004), einem bedeutenden Vertreter der Postmoderne und der Pop-Architektur. Rümmler prägte als Referatsleiter für Bauentwurf des Senats den U-Bahnausbau seit den 1960ern in West-Berlin und schuf künstlerisch herausragende Bahnhofsarchitekturen.

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, lobte die Unterschutzstellung durch das Landesdenkmalamt: „Denkmalgeschützte Bahnhöfe müssen mehr Beachtung finden. Man sollte mit offenen Augen U-Bahn fahren und den öffentlichen Raum bewusst wahrnehmen. Unser vielfältiges baukulturelles Erbe kann alt oder jung, modern oder postmodern sein – oder auch alltagstauglich, wie die jetzt denkmalgeschützten Bahnhöfe der U7 zeigen.“

BVG-Vorstandsvorsitzende Dr. Sigrid Evelyn Nikutta hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben und dem Landesdenkmalamt hervor: „Wir sind stolz auf unsere Denkmale im Untergrund, müssen aber immer auch die Bedürfnisse unserer Fahrgäste nach Barrierefreiheit und Sicherheit im Blick haben. In den vergangenen Jahren haben wir schon bei vielen Projekten im Dialog gute Lösungen gefunden. Zu den jüngeren Beispielen zählen die Bahnhöfe Boddinstraße und Leinestraße an der U8. Ich bin überzeugt davon, dass wir diese Herausforderung auch in Zukunft gemeinsam meistern werden.”

Unter Denkmalschutz stehen mit den sieben „Neulingen“ im Nordwesten ab sofort über die Hälfte der Berliner U-Bahnhöfe: 88 der insgesamt 173. Sie werden von der BVG liebevoll und teilweise mit erheblichem Aufwand instandgehalten und bei Bedarf saniert. Seit Ende 2016 stehen auch der U-Bahnhof Fehrbelliner Platz, der U-Bahnhof Schloßstraße und der „Bierpinsel“ unter Denkmalschutz.