Heinz Berggruen: Aussöhner und Brückenbauer

Pressemitteilung vom 22.02.2017

Anlässlich des 10. Todestages des Berliner Ehrenbürgers Heinz Berggruen, am morgigen 23. Februar, erklärt der Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin, Dr. Klaus Lederer:

„Vor zehn Jahren starb der Berliner Ehrenbürger Heinz Berggruen – er war Kunstsammler, Autor, Gallerist und Kunstmäzen. Und Heinz Berggruen war Aussöhner und Brückenbauer.

Wegen seiner jüdischen Herkunft 1936 gezwungen, Deutschland zu verlassen, kehrte er 60 Jahre später, im Jahr 1996, nach Berlin zurück. Er selbst sagte, er sei „durch die Hintertür aus der Stadt vertrieben und durch die Ehrenpforte wieder eingelassen worden“. Mit seiner Rückkehr nach Berlin, zu einem Zeitpunkt als die Stadt wieder Hauptstadt eines wiedervereinigten Deutschlands wurde, hat er ein viel beachtetes und bewusstes Zeichen der Aussöhnung gesetzt.

Das kulturelle Berlin hat ihm entscheidende Impulse und tiefgründige Wortmeldungen zu verdanken – und seine Kunstsammlung, die Sammlung Berggruen, die als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der Kunst der klassischen Moderne gilt. Dass er sie seiner Heimatstadt Berlin weit unter Wert verkaufte, sah Berggruen als „Geste der Versöhnung“ und diese Geste baute vielen seiner Weggefährten eine Brücke, zurück in ein Berlin, dass sich seiner Verantwortung stellt und als weltoffene Stadt dafür steht, dass sich das furchtbare Unrecht weder hier noch anderswo wiederholt.

Berlin verneigt sich – ich verneige mich – vor einem großartigen Menschen, dem die Stadt viel zu verdanken hat und der im Gedächtnis unserer Stadt einen bleibenden und besonderen Platz einnimmt.“