"Ohne Vorratsdatenspeicherung finden wir die Täter nicht": Senator Heilmann zum Hackerangriff auf Millionen e-Mail-Konten

Pressemitteilung vom 21.01.2014

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einem großflächigen Hackerangriff auf rund 16 Millionen e-Mail-Konten. Demnach sind Zugangsdaten inklusive Passwörter dieser Konten Kriminellen in die Hände geraten.
Auf der BSI-Seite können Verbraucher überprüfen, ob die eigene Adresse noch sicher ist.
„Wenn 16 Millionen Kontendaten in Deutschland gestohlen wurden, muss man allen Berlinern empfehlen, ihre Konten zu überprüfen und sicherheitshalber das Passwort zu ändern“, sagt dazu Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann.
Heilmann fordert ein verstärktes Vorgehen gegen Cyberkriminalität auf Bundes- und europäischer Ebene. Dazu gehören nach seiner Einschätzung etwa die Einführung eines Straftatbestandes bei Datenhehlerei und beim Versand von Phishing e-Mails.

„Was die Cyberkriminellen im aktuellen Fall angeht: Ohne das Instrument der Vorratsdatenspeicherung finden wir die Täter nicht“, so Heilmann. „Diese Taten finden erfahrungsgemäß nur im Netz statt. Wie wollen Sie da Spuren verfolgen, wenn Sie die Spuren nicht sichern dürfen?“

Der Kampf gegen Cyberkriminalität gehört zu den Schwerpunkten der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz in diesem Jahr. So wurde ein Schwerpunktreferat Cyberkriminalität bei der Staatsanwaltschaft eingerichtet. Außerdem wurden die personellen und finanziellen Mittel in dem
Bereich aufgestockt.

Nähere Auskünfte über den aktuellen Datenklau und empfohlene Sicherheitsmaßnahmen finden Sie hier und hier .
Herzliche Grüße
Claudia Engfeld
(030) 9013-3633