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Pferdefleisch in Tiefkühlprodukten - Hinweise für Verbraucher

Pressemitteilung Nr. 7/2013 vom 14.02.2013


Berlin von Pferdefleisch-Skandal auch betroffen
Senator fordert mehr Transparenz im Internet


Auch Berliner Supermärkte sind sehr wahrscheinlich mit Pferdefleisch-Lasagne beliefert worden.
Das ist das Zwischen-Ergebnis der Arbeit des Verbraucherschutzministeriums in Berlin, wie Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann am späten Nachmittag bekannt gab. Er hatte dazu die Berliner Handelsunternehmen auch im Rahmen einer Telefonkonferenz angehört.
Die Händler erklärten, bereits am 6. Februar nach einem Hinweis des Herstellers die verdächtigen Waren zurück gezogen zu haben.

„Es ist aber nicht auszuschließen, dass Berlinerinnen und Berliner vor dem 6.Februar Tiefkühllasagne gekauft – und noch zuhause vorrätig haben“, so Senator Heilmann.
„Wer verdächtige Lasagne entdeckt, kann diese zum Händler zurück bringen und sich den Kaufpreis erstatten lassen.“
Die Handelsketten haben entsprechende Kulanz zugesagt. Die Untersuchungen, ob und inwieweit in den in Berlin zurück gerufenen Produkten tatsächlich Pferdefleisch enthalten ist, werden sowohl von den Händlern wie von den Berliner Behörden fortgesetzt.

„Falsche Etikettierung ist Betrug am Verbraucher“, bewertet Senator Thomas Heilmann den sich ausweitenden Skandal.

Heilmann setzt sich deshalb auf EU-Ebene für mehr Transparenz bei den Lieferketten ein. „Im Internet sollten für tierische Zutaten die Lieferketten für jedes Produkt aufgelistet werden, schlägt Senator Heilmann vor. „Dann kann der interessierte Verbraucher selbst entscheiden, ob er Fleischprodukte essen möchte, die bereits eine halbe Weltreise hinter sich haben, bevor sie auf dem Teller liegen.“
Diese Hinweise auf die Verpackung zu drucken, hält der Verbraucherschutzsenator für schlecht praktikabel. „Das würde die Produkte für die Verbraucher stark verteuern. Der Nutzen wäre aber kaum höher als bei der Internetauflistung“, erläutert Heilmann. Aber auch mit dieser zusätzlichen Transparenz könne man Betrug zwar nicht abschaffen, aber die Hürden seien höher.

Claudia Engfeld
Pressesprecherin der
Senatsverwaltung für Justiz
und Verbraucherschutz
Tel.: (030)9013-3633
Fax: (030)9028-3785
pressestelle@senjust.berlin.de
www.berlin.de/senjust


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