Bericht Telefonüberwachung 2008 in Berlin
Pressemitteilung Nr. 7/2009 vom 17.03.2009
• Zahl der überwachten Personen niedriger als im Vorjahr
• Von der Aue: „Telefonüberwachung in Berlin ist maßvoll und effektiv“
Im Jahr 2008 wurden in Berlin im Zusammenhang mit 157 Strafverfahren 1052 Telefonanschlüsse von 511 Personen überwacht. Damit waren im Vergleich zum Vorjahr nur noch etwa halb so viele Personen (- 46 Prozent) betroffen. Die Zahl der erfassten Telefonverbindungen ist hingegen angestiegen (+ 19 Prozent).
Dies geht aus dem „Jahresbericht 2008 über die Praxis der Telefonüberwachung“ des Berliner Senats hervor, der heute unter der Federführung der Senatorin für Justiz, Gisela von der Aue, beschlossen wurde.
„Der Bericht zeigt, wie die Telefonüberwachung in Berlin eingesetzt wird: Maßvoll und effektiv“, erklärt die Justizsenatorin. „Einsatzschwerpunkte der Telefonüberwachung sind die Bekämpfung von Wirtschafts- und Drogenkriminalität sowie die Verfolgung von Straftaten wie Raub und Erpressung“, so von der Aue.
Der Anstieg der überwachten Telefonverbindungen sei auf das veränderte Kommunikationsverhalten der Betroffenen zurückzuführen. Senatorin von der Aue erklärt: „Durch die zunehmende Verbreitung von so genannten „Prepaid-Handys“ verfügen verdächtige Personen oft über mehrere Mobiltelefone. Zudem erfasst die Statistik aus technischen Gründen nicht nur tatsächlich hergestellte Verbindungen, sondern auch den versuchten Verbindungsaufbau.“
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