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Hilfe zur Erziehung

Eltern haben einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn ohne sie die normale und gesunde Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen so stark beeinträchtigt wäre, dass körperliche oder seelische Schäden des jungen Menschen befürchtet werden müssen. Oft sind es die Lebensbedingungen der Familie (wie Arbeitslosigkeit, Armut) oder auch belastende Lebensereignisse (wie Trennung, Krankheit), die den Bedarf begründen. Für die Gewährung von Hilfen zur Erziehung ist grundsätzlich das örtliche Jugendamt zuständig.

An die Hilfe zur Erziehung für Eltern und junge Menschen richten sich zahllose - oft auch unausgesprochene oder widersprüchliche - Erwartungen. Je nach Blickwinkel haben die beteiligten Erziehungsberechtigten und Kinder und Jugendlichen, die politischen Instanzen unserer Gesellschaft, die Bevölkerung, die Fachöffentlichkeit und die freien Träger der Jugendhilfe und - last but not least - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bezirklichen Jugendämter eine völlig andere Sicht auf die Möglichkeiten und Grenzen der Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz. Immer wieder stelle ich fest, dass der Leistungscharakter dieses Gesetzes mit den daraus folgenden zeitgerechten Standards für Umfang und Qualität der Hilfeangebote in der öffentlichen Diskussion angesichts der "leeren Kassen" leichthin zur Disposition gestellt wird, Wirksamkeit und Erfolge bezweifelt werden, vorgefasste Meinungen den Blick auf die Wirklichkeit verstellen.

Es fällt der Jugendhilfe naturgemäß schwer, Ergebnisse ihres professionellen Handelns bewusst wahrzunehmen und auch nachzuweisen: Das komplexe Bedingungsgefüge von Entwicklungsprozessen bei jungen Menschen, von psychosozialen und ökonomischen Belastungsfaktoren der Familien und von nicht planbaren Einflüssen auf die Erziehungsbedingungen und Hilfeverläufe erfordert ebenso komplexe Zielvereinbarungen und Wirksamkeitskontrollen.

Mit den jetzt vorgelegten Empfehlungen zur Leitbild- und Zieldefinition für die Hilfe zur Erziehung wird der Versuch unternommen, eine gemeinsame Positionsbestimmung vorzunehmen. Das Papier formuliert - trotz seines gewiss hohen Abstraktionsgrades - konkrete Ziele, benennt die heute erkennbaren Indikatoren der Zielerreichung und skizziert erste Umsetzungsschritte und die dafür zwingend notwendigen Ressourcen. Dabei wird auch der Kontext zu den Umstrukturierungsbemühungen im Hilfespektrum sowie der Verwaltungs- und Gebietsreform berücksichtigt.


Erziehungs- und Familienberatung

Erziehungs- und Familienberatung ist ein kostenfreies Angebot an alle Eltern, Erziehungsberechtigte oder an der Erziehung beteiligten Personen und auch die Kinder und Jugendlichen selbst, wenn es um Fragen der Erziehung und Entwicklung der Kinder geht. Das Beratungsangebot kann auch anonym und ohne vorausgehendes Antragsverfahren in Anspruch genommen werden.

Es gibt derzeit in Berlin 27 Einrichtungen öffentlicher und freier Träger, die Erziehungs- und Familienberatung anbieten.



Beratungsstellen

Die Beratungsstellen helfen bei Fragen, Problemen und Konflikten:
  • zur Erziehung
  • in Bezug auf Trennungs- und Scheidungssituationen
  • in Bezug auf das Umgangs- und Sorgerecht
Ratsuchende können sich an die Erziehungs- und Familienberatungsstellen(Externer Link) der Jugendämter oder eines freien Trägers wenden.

In Kreuzberg gibt es eine besonders auf Trennungs- und Scheidungssituationen spezialisierte Beratungsstelle. Am Mehringdamm 50 bietet der Verein "Zusammenwirken im Familienkonflikt" professionelle und interdisziplinäre Beratung und Hilfe für Menschen in Familienkonflikten, bei Trennung und Scheidung an.

Berlin ist auch beteiligt am bundesweiten Projekt zur Beratung im Internet – einem Projekt der Bundeskonferenz für Erziehungs- und Familienberatung e. V. Unter www.bke-elternberatung.de(Externer Link) können sich Eltern online beraten lassen; für Kinder und Jugendliche steht unter www.bke-jugendberatung.de(Externer Link) ein speziell auf die Belange von Kindern und Jugendlichen zugeschnittenes Beratungsangebot zur Verfügung.

Die Erziehungs- und Familienberatungsstellen leisten auch präventive Arbeit. Sie können durch andere am Erziehungsprozess der Kinder- und Jugendlichen beteiligte Einrichtungen und Fachkräfte in Anspruch genommen werden, beispielsweise für Elternabende zu erziehungsrelevanten Fragestellungen, für Kooperationsprojekte etc.; jeweils in Abstimmung mit der Beratungsstelle selbst.

Grundlegend geregelt wird Erziehungs- und Familienberatung in Berlin über die „Rahmenvereinbarung über Erziehungs- und Familienberatung im Land Berlin (RV EFB)". In dieser Rahmenvereinbarung finden Fachleute und Neugierige u. a. die Regelungen zum Leistungsangebot und zur Finanzierung der Beratungsstellen sowie die Rechtsgrundlagen.
Rv Efb

Rahmenvereinbarung über Erziehungs- und Familienberatung im Land Berlin (RV EFB) in der Fassung vom 10.09.2009, zuletzt geändert am 21.11.2013 laden »

(Rv Efb, 411236 KB)
Empfehlungen zur Leitbild- und Zieldefinition für die Hilfe zur Erziehung

Empfehlungen zur Leitbild- und Zieldefinition für die Hilfe zur Erziehung
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(Empfehlungen zur Leitbild- und Zieldefinition für die Hilfe zur Erziehung, 217769 KB)
Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und Schule

Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und Schule
Eine Handreichung laden »

(April 2003; Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und Schule, 947850 KB)
Ergebnisdokumentation Hilfen zur Erziehung - Sofortmaßnahmen Januar bis November 2002

Ergebnisdokumentation Hilfen zur Erziehung - Sofortmaßnahmen Januar bis November 2002
Ein Bericht der Arbeitsgemeinschaft Berliner öffentliche Jugendhilfe (AG BöJ) und der Ad-hoc-AG Sofortmaßnahmen laden »

(Ergebnisdokumentation Hilfen zur Erziehung - Sofortmaßnahmen Januar bis November 2002, 1172268 KB)
Alternativen Zur Gu

Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen im Rahmen geschlossener Unterbringung
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(Alternativen Zur Gu, 59078 KB)
Jugend-Informationsschreiben Nr. 6/2008

Jugend-Informationsschreiben Nr. 6/2008
zur Einführung des Gesetzes zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls vom 12.Juli 2008 (BGBL. I S, 1188) laden »

(Jugend-Informationsschreiben Nr. 6/2008, 228442 KB)
  • Hilfe zur Erziehung im Ausland(Externer Link)
    (Jugend-Rundschreiben Nr. 2/2007 vom 22.02.2007)
    Das Rundschreiben soll dazu dienen, eine berlineinheitliche Verfahrensregelung zur Gewährung von Hilfen zur Erziehung im Ausland herbeizuführen.

Weiterführende Informationen

    Verweise zu anderen Angeboten

    Kontakt

    Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
    Bernhard-Weiß-Str. 6
    D-10178 Berlin-Mitte

    Stadtplan


    Telefon 030 90227 5050


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