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Abteilung II - Verfassungsschutz

16.02.2007: Schlag gegen rechtsextremistische Band "Deutsch Stolz Treue" (D.S.T.)

Den Berliner Ermittlungsbehörden ist ein erfolgreicher Schlag gegen die rechtsextremistische Band "Deutsch Stolz Treue" (D.S.T.) sowie gegen Hersteller und Vertreiber rechtsextremistischer Musik gelungen.

Die Band D.S.T. gründete sich 1994. Das "Bandlogo" ist eine Maschinenpistole, die in verschiedenen Formen als Motiv wiederkehrt. D.S.T. veröffentlichte CDs, beteiligte sich an Samplern und trat bei rechtsextremistischen Konzerten im In- und Ausland auf. Aufgrund der CD-Veröffentlichung "Ave et victoria" leitete die Berliner Staatsanwaltschaft 2002 ein Ermittlungsverfahren gegen die Bandmitglieder ein. Eine Anklage wegen Volksverhetzung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist derzeit in Vorbereitung. Infolge dieser Maßnahme verhielt sich die Band zunächst zurückhaltend und trat erstmals wieder 2004 unter dem Pseudonym "X.x.X." in Erscheinung. Der Grund für die Anonymisierung dürfte das laufende Ermittlungsverfahren sein.

Aufgrund ihrer brutalen und strafrechtlich oft relevanten Texte gehört die Band D.S.T. zu den populärsten Musikgruppen der rechtsextremistischen Szene. Dabei fanden besonders die Konzertauftritte Anklang (letzter Auftritt in Berlin am 6. Mai 2006). Äußerungen von Konzertbesuchern lassen darauf schließen, dass die Band weiterhin großes Ansehen genießt.

D.S.T. vertreibt darüber hinaus seit Anfang letzen Jahres im Internet eine T-Shirt-Kollektion, die in Anlehnung an ein antisemitisches Lied ihres vorangegangenen Tonträgers "Ave et victoria" mit der Aufschrift "Deutsch - Stolz - Treue. Weiße Macht" sowie auf der Rückseite "Eure Galgen werden schon gezimmert ..." bedruckt sind. Im Juli 2006 wurde die im Dezember 2005 erschienene CD "Die Antwort aufs System" der Gruppe "X.x.X." von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert. In den Texten wurde der Nationalsozialismus verherrlicht und offener Antisemitismus artikuliert. Die Herausgabe dieser CD war Anlass für die aktuellen Exekutivmaßnahmen.


Mehr zu den Exekutivmaßnahmen erfahren Sie hier: Pressemeldung der Berliner Polizei vom 15.02.2007

Ältere aktuelle Meldungen finden Sie hier im Archiv.

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