Verleihung der Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen

Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen
Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen
Bild: Scholz, Landesfeuerwehrverband Berlin

Verleihungsveranstaltung am 5. Dezember 2018

Bärensaal Verleihung 2019
Bärensaal
Bild: Foto: Jörg Peter
Rede Staatssekretär
Rede Staatssekretär
Bild: SenInnDS

Am 5. Dezember 2018 wurden 113 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer durch die Verleihung des Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichens von Staatssekretär Torsten Akmann geehrt.

Als Dank und Anerkennung verdienstvoller ehrenamtlicher Tätigkeit um die Feuerwehr, den Rettungsdienst sowie den Zivil- und Katastrophenschutz im Land Berlin wurden die Mitglieder des

  • Arbeiter-Samariter-Bundes,
  • des Deutschen Roten Kreuzes,
  • der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft,
  • der Freiwilligen Feuerwehren,
  • der Johanniter-Unfall-Hilfe,
  • des Malteser Hilfsdienstes sowie
  • der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

ausgezeichnet.

Steckkreuz (Sonderstufe)
Steckkreuz (Sonderstufe)
Bild: SenInnSport

Für besondere Verdienste um den Rettungsdienst und den Zivil- und Katastrophenschutz wurde ein Helfer mit dem Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen als Steckkreuz ausgezeichnet.

1. Musikzug Fw
Bild: Foto: Jörg Peter

Der 1. Musikzug der Berliner Feuerwehr e.V. bildete in bewährter Weise den musikalischen Rahmen. Das Team der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sorgte für das kulinarische Wohl.

Rede des Staatssekretärs Torsten Akmann am 5. Dezember 2018

(Auszug – Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich heiße Sie herzlich willkommen zur diesjährigen Verleihung der Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen!
Liebe Helferinnen und Helfer des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes, der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks –
• Ich freue mich sehr, Sie heute für Ihre langjährige aktive ehrenamtliche Mitarbeit auszuzeichnen!
Eine besondere Freude ist es, dass die diesjährige Verleihung am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes stattfindet.

Mit diesem Festakt sage ich im Namen des Landes Berlin Danke und drücke meine Anerkennung für die von Ihnen erbrachten vielfältigen Leistungen aus.
Meine Glückwünsche richten sich natürlich auch an diejenigen, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Engagement im Katastrophenschutz feiern können. Ihre Auszeichnungen haben sie in den vergangenen Tagen durch ihre Organisationen erhalten, bzw. werden sie demnächst erhalten.
Vergessen möchte ich natürlich auch diejenigen nicht, die heute Abend leider nicht hier sein können.
Ihnen allen gebührt mein ausdrücklicher Dank!

Im Land Berlin sind gegenwärtig rund 1.500 Helferinnen und Helfer bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig.
• Zusammen mit den ca. 1.400 Ehrenamtlichen der fünf Hilfsorganisationen und dem THW scheint für den Katastrophenschutz eine beruhigende Vorsorge für den Ernstfall zu bestehen.
• Leider ist jedoch auch seit mehreren Jahren ein rückläufiger Trend bei den Helferzahlen zu beobachten.
Glücklicherweise haben sich die Zahlen nicht so dramatisch entwickelt, wie mit dem Wegfall der Wehrpflicht bzw. des Ersatzdienstes zu befürchten war.
Sicher kommen auch noch einige andere Gründe in Betracht. Der demografische Wandel, der Kulturwandel mit seinem veränderten Freizeitangebot insbesondere für Jugendliche, berufliche Belastungen und steigende Mobilität möchte ich nur beispielhaft nennen.
Auch die Art der Wahrnehmung hat sich im Laufe der Jahre gewandelt.
Früher übte man ein Ehrenamt oft über eine längere Lebenszeit hinweg aus. Heute engagieren sich viele Menschen kürzer und eher projektbezogen.
Und viele möchten dabei auch selbst einen Nutzen haben: Neues lernen, sich weiterqualifizieren, Kontakte knüpfen, sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlen, Anerkennung erfahren – und Spaß haben.

Dass Sie einen tollen und wichtigen Job machen, stellen Sie regelmäßig unter Beweis.
Ereignisse wie z.B. die wetterbedingten Ausnahmezustände im vergangenen Jahr oder die Waldbrände in Brandenburg in diesem Sommer – beides ging über mehrere Tage – machen das besonders deutlich.

Ich möchte jedoch auch nicht das alltägliche Geschäft vergessen.
Denn hier stellen sie jeden Tag Ihre Kompetenz unter Beweis und sind da, wenn man sie braucht.
Sie bewältigen jedes Jahr auch positive Ereignisse und Veranstaltungen mit Bravour.
In Berlin ist immer etwas los. Seien es die Messen, große Sportveranstaltungen, die vielen Straßenfeste oder das DFB-Pokal-Finale.
Zusätzlich kamen dieses Jahr dann noch die Fanmeile und die European Championships dazu. Das soll hier keine abschließende Aufzählung sein, denn es gab auch noch viele kleinere Events, die Sie begleitet und betreut haben.
Ihr Betreuungsdienst oder Ihr Sanitätsdienst ist immer zur Stelle und leistet Hilfe. Das ist super!

Sie bewältigen Ihre Einsätze mit viel Engagement, Leidenschaft, Herzblut und Durchhaltevermögen. Sie stellen Ihre Freizeit, Ihre Kraft und Ihr Können in den Dienst unserer Gesellschaft und sind wahrlich Vorbilder, worauf sie sehr Stolz sein können.
Ohne Ihr Engagement könnten die Hilfsorganisationen nicht existieren. Sie verdienen unser aller Anerkennung.
Die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und Ihnen verlief und verläuft stets unbürokratisch, reibungslos und an der Sache orientiert. Herzlichen Dank dafür!

Ich weiß, dass die Rahmenbedingungen, unter denen viele von Ihnen arbeiten müssen, nicht optimal sind und nicht dem gerecht werden, was sie verdienen.
Ich habe tiefen Respekt und zolle Ihnen eine hohe Anerkennung, dass Sie und Ihre Kameradinnen und Kameraden unter den teilweise schwierigen Rahmenbedingungen die Kraft aufbringen, Ihren wichtigen und herausragenden Beitrag zur Sicherheit unserer Stadt zu leisten!
Wir sind uns der Verantwortung, die wir als Innenverwaltung in diesem Zusammenhang haben, sehr bewusst.
Gemeinsam mit Ihnen, den Freiwilligen Feuerwehren, den Hilfsorganisationen und dem THW wollen wir es daher schaffe, dass sich die Rahmenbedingungen zum Positiven verändern.
Derzeit prüfen wir daher auch im Rahmen der Novellierung des Katastrophenschutzgesetztes, inwieweit die Mitwirkung der Hilfsorganisationen am Katastrophenschutz eine stärkere Anerkennung erfahren kann.
Dass Sie sehr spannende und verantwortungsvolle Aufgaben bewältigen, muss sich jedoch auch noch viel mehr herumsprechen!
Meine Verwaltung plant für das kommende Jahr auch wieder einen Katastrophenschutztag. Dort haben Sie wieder die Möglichkeit, noch mehr Menschen für ein Ehrenamt im Katastrophenschutz zu begeistern, um Ihnen als Kameradinnen und Kameraden zukünftig zur Seite zu stehen.
Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber wir haben begonnen ihn zu gehen!
Und ich bin überzeugt davon, dass wir alle gemeinsam die vor uns liegenden Herausforderungen meistern können.

Deshalb bitte ich, auch diese Feierstunde und den anschließenden Empfang als kleinen Teil meines Dankes für Ihr Wirken zu betrachten.