Informationen über die "Scientology Organisation" (SO)
Schreiben des Innensenators Dr. Ehrhart Körting an die Rechtsanwälte der "Scientology Organisation"
- Auszug! -
... ein Auskunftsanspruch gemäß § 31 VSG Berlin steht lediglich natürlichen und nicht juristischen Personen wie der Scientology Kirche Berlin e.V. zu. Auch das Berliner Informationsfreiheitsgesetz findet gemäß § 32 VSG Berlin keine Anwendung.
Vor allem weise ich aber auf das Folgende hin:
In den Schriften Hubbards wird ständig eine Unterscheidung vorgenommen zwischen höherwertigen Menschen, die Scientologen sind, und minderwertigen Menschen, die als "nutzlos" und "wertlos" bezeichnet werden. Letztere werden als "unehrliche Menschen", als "Aberrierte" bzw. "wahrhaft aberrierende Persönlichkeiten" bezeichnet. Sie werden verunglimpft ("Hässlichkeit", "entsetzliche Krankheit", "Schmarotzer").
Ich will nur aus einem der vielen Texte von Hubbard zitieren, die der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom 11. November 2004 zugrunde gelegen haben:
"Wahrscheinlich ließe sich eine Gesellschaft klären und wäre nicht mehr am Aufblühen gehindert, wenn man diese Menschen einfach einsammeln und diese Ansteckungsgefahr von der übrigen Bevölkerung entfernen würde ..."
"... stellt man fest, dass die aberrierende Persönlichkeit sehr nahe am Rande eines Zusammenbruches steht, ein sehr niedriges Überlebensniveau hat und recht häufig geisteskrank wird."
"Die gesamte Berechnung dieser aberrierenden Persönlichkeit besteht darin, dass sie wertlos ist ..."
"... sie sind völlige Schmarotzer."
"Hin und wieder hat ein gewalttätiger Mann im einen oder anderen Land Programme durchgeführt, um eine Gesellschaft von solchen Ansteckungsquellen zu reinigen. Könige in vergangenen Zeiten lösten das Problem, indem sie Leute enthaupteten, die ihnen ständig schlechte Nachrichten brachten - dies war eine sehr weise Maßnahme. Aus nicht allzu ferner Vergangenheit wird von Gomez, dem verstorbenen Diktator von Venezuela, berichtet, er habe herausgefunden, dass die Bettler die Ansteckungsquelle der Lepra im Lande seien. Er hatte herausgefunden, dass die Bettler von Venezuela Lepra zum Betteln benutzten. Die Leute bezahlten, um das widerwärtige Ding loszuwerden (die grundlegende Philosophie des Bettlers ist, sich fürs Weggehen bezahlen zu lassen). Gomez ließ den Bettlern ausrichten, sie würden in einen besonders fruchtbaren Teil Venezuelas gebracht und eine eigene Kolonie erhalten; er ließ sie an einem Flußufer zusammenbringen und auf zwei große Schiffe laden. Die Schiffe fuhren in die Strommitte, die Mannschaften verließen diese in Ruderbooten, und die Schiffe gingen mit einer gewaltigen Explosion in die Luft. Das war das Ende der Lepra in Venezuela. Ich berichte Ihnen dies nicht, um für das sofortige Hinmetzeln aller "Angsthändler" einzutreten; ich berichte Ihnen nur eine historische Beobachtung. Die außerordentliche Ungeduld von Leuten, die in einer Gesellschaft etwas zu Wege bringen wollen, wird sich schließlich auf diejenigen konzentrieren, die nicht arbeiten wollen; und so weit es Könige und Tyrannen betrifft, so sind solche Leute oft beseitigt worden. So gibt es also schon sehr alte Beispiele dafür, dass eine Gesellschaft sich säubert, indem sie die Nichtarbeitenden aus ihren Reihen entfernt."
Soweit die Zitate.
Ähnliche Belege lassen sich in einer Vielzahl der Schriften von Hubbard nachweisen. Ich verweise insofern auf die Ausführungen in der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom 11. November 2004.
Diese Haltung ist mit dem Menschenbild des Grundgesetzes, mit der Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen und damit mit unserer verfassungsmäßigen Ordnung nicht vereinbar.
Ich fordere Ihre Mandantin auf, sich von der menschenverachtenden Ideologie Ihres Begründers Hubbard endgültig zu trennen. Solange Ihre Mandantin die Schriften Hubbards als Grundlage ihrer Tätigkeit ansieht, habe ich keinen Gesprächsbedarf.
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