Spatenstich für neue Polizeiwache auf dem Alexanderplatz

Pressemitteilung vom 07.09.2017

Auf dem Alexanderplatz entsteht bis Ende des Jahres eine neue Polizeiwache. Berlins Innensenator Andreas Geisel und Vertreter der Landes- und Bundespolizei, des Bezirks Mitte und der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH setzten heute den symbolischen ersten Spatenstich für die sogenannte Alex-Wache. Diese kostet ca. 990.000 Euro und wird auf dem Alexanderplatz in der Nähe der Weltzeituhr gebaut.
In der Alex-Wache werden zukünftig Beamtinnen und Beamte der Landes- und Bundespolizei gemeinsam mit dem Ordnungsamt Mitte arbeiten und für mehr Sicherheit sorgen.

Innensenator Andreas Geisel sagte anlässlich des Spatenstichs: „Wir gehen heute einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem sichereren Berlin. Die Alex-Wache wird die zentrale Anlaufstelle für alle Berlinerinnen und Berliner und Touristen auf dem Alexanderplatz werden.“ Für den Innensenator ist die neue Wache auch Ausdruck der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Bundes- und Landespolizei.
Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt: „Die Polizei Berlin hat zur Verbesserung der Sicherheitslage am Alexanderplatz schon viel unternommen. Die Alex-Wache wird, auch für die subjektive Sicherheit, ein weiterer Meilenstein dafür sein.“
Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Mitte: „Mit der Alex-Wache schaffen wir es, Bund, Land und Bezirk gemeinsam ins Boot zubekommen für den attraktivsten und meistbesuchten Platz in Berlin. Wir wollen hier gemeinsam Sicherheit für die Menschen schaffen. Das ist ein Baustein, um aus dem Alex wieder einen schönen und für alle attraktiven Platz zu machen.“
Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH: „Wir freuen uns, mit dem heutigen Spatenstich die Errichtung der Alex-Wache einzuläuten – ein für die Stadt Berlin und den beliebten Alexanderplatz wichtiges wie notwendiges Projekt zur Erhöhung der Sicherheit und zum Erhalt der Attraktivität dieses Tourismus- und Shoppingmagnets. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Inneres und Sport und mit der BIM als Bauträger wird die Alex-Wache nach heutigem Stand pünktlich zur Vorweihnachtszeit fertiggestellt sein und an die Polizei Berlin übergeben.“
Für die Alex-Wache stehen zukünftig 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. In der 70 Quadratmeter großen neuen Polizeiwache wird die Polizei rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr mit permanent 3 Polizeibeamtinnen und -beamten präsent und ansprechbar sein. Die Alex-Wache wird auch zur „Anlauf- und Arbeitsstätte“ für die Bundespolizei und das Ordnungsamt Mitte.

Doppelstrategie aus erhöhter Polizeipräsenz und Videotechnik

Innensenator Andreas Geisel sagte, die Alex-Wache ersetze nichts, sondern erweitere das Angebot. Die Polizei, namentlich der Abschnitt 32, werde auch weiterhin im Rahmen des Einsatzkonzepts „Sichere Mitte“ rund um den Alexanderplatz präsent sein und für die Sicherheit der Menschen sorgen. Geisel kündigte zudem eine Erhöhung der Polizeidienstkräfte an: „Wir werden an den Kriminalitätsbelasteten Orten in Berlin eine Doppel-Strategie fahren aus erhöhter Polizeipräsenz und dem Einsatz von Videotechnik.“
Nach Aussagen des Innensenators wird die Direktion 5 (sie umfasst die zentralen Bereiche der Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln) mit 50 Polizeidienstkräften verstärkt. 20 werden sich um das Kottbusser Tor kümmern, die anderen 30 um kriminalitätsbelastete Orte (kbO) wie den Görlitzer Park und Warschauer Brücke/RAW-Gelände.
Andreas Geisel sagte weiter: „Mehr Polizei auf der Straße ist gut – Videoüberwachung, klug und maßvoll eingesetzt, ist eine sinnvolle Ergänzung für die Sicherheit in unserer Stadt. Wir werden deshalb, wie angekündigt, an den kriminalitätsbelasteten Orten unserer Stadt flexibel und der Sicherheitslage angepasst Videotechnik zum Einsatz bringen.“
Die Polizei Berlin wurde beauftragt, entsprechende mobile Videoüberwachungstechnik zu beschaffen. Diese werde zu Beginn auf dem Alexanderplatz, dem Leopoldplatz, am Kottbusser Tor, der Warschauer Brücke und auf dem Hermannplatz eingesetzt.
„Wir werden nicht die ganze Stadt videoüberwachen. Das ist teuer und ineffizient und diejenigen, die das fordern, handeln populistisch, weil sie ein Sicherheitsversprechen abgeben, das niemand einhalten kann. Flächendeckende Videoüberwachung macht Berlin nicht sicherer. Kluge und maßvoll eingesetzte Videotechnik, gemeinsam mit verstärkter Präsenz von Polizei auf unseren Straßen – das macht Berlin sicherer“, so Berlins Innensenator.