Sportpolitische Aktivitäten mit Europabezug

Sportarten
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Seit dem Vertrag von Lissabon 2009 verfügt die EU im Bereich des Sports über eine (beschränkte) Zuständigkeit. Gemäß Art. 165 Abs. 1 AEUV soll die EU zur Förderung der europäischen Dimension des Sports beitragen und dabei die besonderen Merkmale des Sports, seine auf freiwilligem Engagement beruhenden Strukturen sowie seine soziale und pädagogische Funktion berücksichtigen.

Mit dem „2. Arbeitsplan der EU-Sportminister hat der EU-Ministerrat die folgenden Schwerpunkte der Europäischen Sportpolitik für die Jahre 2014 bis 2017 festgelegt:

  • Integrität des Sports, insbesondere Antidoping, Bekämpfung von Spielabsprachen, Jugendschutz, Good-Governance und Gleichstellung der Geschlechter;
  • Wirtschaftliche Dimension des Sports, insbesondere die nachhaltige Finanzierung des Sports, der bleibende Nutzen von Sportgroßveranstaltungen, die wirtschaftliche Bedeutung des Sports und Innovation;
  • Sport und Gesellschaft, insbesondere gesundheitsförderliche körperliche Aktivität, ehrenamtliche Tätigkeit, Beschäftigung im Sport und allgemeine und berufliche Bildung im Sport.

Verwendung von EU-Fördermitteln

Die Förderung sportbezogener Projekte wird seit 2014 aus dem EU-Bildungsförderprogramm ERASMUS+ ermöglicht.
Daneben bemüht sich die Sportabteilung seit längerem erfolgreich, Fördergelder für den Sport auch aus nicht ausdrücklich sportbezogenen Programmen einzuwerben. So stehen für die Sanierung verschiedener Bäder der Berliner Bäderbetriebe (BBB) Mittel aus dem Umweltförderprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt „Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung“ (BENE) zur Verfügung, das aus EU-Mitteln finanziert wird. Für den Aus- und Umbau des Sportmuseums konnten Mittel aus dem ebenfalls EU-finanzierten Kulturförderprogramm KIP der Berliner Senatskanzlei gewonnen werden.

Internationale Kontakte

Die Sportabteilung pflegt seit jeher Kontakte zu ausländischen Sportorganisationen und Partnerstädten. So finden im Rahmen der Berliner Städtepartnerschaft mit Moskau regelmäßige Jugendsporttreffen statt, die im jährlichen Wechsel in Moskau und Berlin durchgeführt werden und sich auf jeweils ausgewählte Sportarten beziehen. Das Treffen des Jahres 2015 fand beispielsweise in Moskau mit den paralympischen Sportarten Tischtennis, Basketball und Schwimmen statt. Im Jahr 2015 war außerdem im Rahmen des Hospitationsprogramms Europa (HPE) eine Kollegin aus der „Communidad de Madrid“ für zwei Monate in der Sportabteilung eingesetzt.