Mobile Bürgerdienste: "Wir kommen Ihnen entgegen"

Kunde im Mobilen Bürgeramt
Bild: SenInnSport

Mobile Bürgerdienste - auch im städtischen Raum sinnvoll

Unter dem Motto “Wir kommen Ihnen entgegen” bieten seit dem Jahr 2008 einige Berliner Bezirke auch Sprechzeiten außerhalb der festen Bürgerämter an. Dieser Service erleichtert die Erledigung von Behördengängen nicht nur für immobile Menschen sondern verbessert auch die Erreichbarkeit in den Flächenbezirken und ist eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Angebote in den Ämtern und im Internet. Auch Firmen können sich das Mobile Amt für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Haus bestellen.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat im Jahr 2012 mobile Soft- und Hardware beschafft, mit der nahezu alle Bürgerdienstleistungen z.B. in Bibliotheken, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen, aber auch in Einkaufszentren und auf Wochenmärkten angeboten werden können. Entwickelt wurde diese Technik vom Heinrich-Hertz-Institut Fraunhofer. Zur Grundausstattung eines mobilen Bürgerdienstes gehören Notebook, Drucker, Scanner, Unterschriften- und Signaturpad und Fingerabdrucklesegerät. Das Gewicht dieser Ausstattung konnte von 23 auf 16 Kg reduziert werden.

Zurzeit bieten die Bezirke Lichtenberg, Reinickendorf, Spandau, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln die mobilen Dienste an. Die Reaktionen der Kundinnen und Kunden auf diesen Service sind ausnahmslos positiv. Da zudem die Nachfrage stetig steigt, wirbt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport bei den übrigen Bezirken darum, diesen Dienst auch einzuführen.

Bei den Bezirken Reinickendorf und Lichtenberg ist es in besonderen Fällen möglich, die mobilen Dienste für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen nach Hause zu bestellen, je nach Möglichkeit und Kapazität auch bezirksübergreifend. Lassen Sie sich bei Bedarf von der Behördennummer 115 in einen der Bezirke vermitteln.

Mobile Dienste in der Zukunft

Wir sind davon überzeugt, dass der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch in Angelegenheiten der öffentlichen Verwaltung für viele Berlinerinnen und Berliner auch zukünftig nicht an Bedeutung verlieren wird. Nicht jeder Mensch in unserer Stadt ist in der Lage oder gewillt Informationen etwa über das Internet einzuholen oder Antragsverfahren über das Telefon anzustoßen. Die persönlichen Kontaktmöglichkeiten zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Verwaltung müssen daher weiterentwickelt werden und das im wahrsten Sinne des Wortes bürgernah.

Der Einsatz moderner Technik ermöglicht es der Berliner Verwaltung ihre Leistungen auch außerhalb der Ämter und Dienststellen anzubieten und direkt in den Kiezen mit den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Gewerbetreibenden in Kontakt zu kommen. Einige Bezirke zeigen bereits jetzt, wie in Bibliotheken oder Schulen etwa Personalausweise beantragt, Wohnungen angemeldet oder Berlinpässe ausgestellt werden können.

So mobil und flexibel muss Verwaltung sein – im Sinne all derer, die in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Arbeitsplatzes Behördenangelegenheiten erledigen wollen und insbesondere im Sinne immobiler Menschen, für die der Gang zu einem Amt mit zahlreichen Hindernissen verbunden sein kann.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport wirbt weiterhin bei den ausführenden Verwaltungen – den Bezirken – um die Erweiterung dieses Angebots und leistet Unterstützung in finanzieller und logistischer Form.

Alle, die unter mobilen Diensten vor allem das Online-Angebot von Dienstleistungen verstehen, finden auf dieser Seite rechts einen Link der zur Auflistung der aktuellen Möglichkeiten führt. Der Senat arbeitet kontinuierlich an der Erhöhung der Anzahl der internetfähigen Dienstleistungen der Berliner Verwaltung.