Arbeitssenatorin Breitenbach: Armutsfeste Rente gibt es nur mit Erwerbtätigkeit in Guter Arbeit

Pressemitteilung vom 04.01.2019

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen für den Monat Dezember 2018 erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach:

„Es ist erfreulich, dass die Zahl der Arbeitslosen in Berlin weiter abnimmt. Dennoch sind immer noch zu viele Berlinerinnen und Berliner arbeitslos oder sogar langzeitarbeitslos. Dazu kommt, dass laut Betriebspanel 22 Prozent der Berliner Beschäftigten atypisch arbeiten, also in einem Minijob, in Leiharbeit oder befristet. Werden die sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten dazu gerechnet, sind es sogar 39 Prozent. Gute Arbeit – unser erklärtes Ziel – hat sich längst noch nicht überall durchgesetzt. Das muss sich ändern! Nur mit Guter Arbeit machen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Sozialleistungen unabhängig und sichern sich später auch eine armutsfeste Rente!

Genau das bestätigen die neuesten Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung, die gerade veröffentlicht wurden. Die Rente reicht für viele nicht, um die Wohnung und andere Lebenshaltungskosten aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Über 80.000 Menschen in Berlin, davon mehr als jeder zweite im Rentenalter, erhielten im Jahr 2017 eine Grundsicherung. Wirklich beunruhigend ist, dass diese Tendenz deutlich steigt. Um knapp ein Drittel – im Vergleich zu zehn Jahren zuvor – ist die Zahl angewachsen. Diese Entwicklung muss schnellstmöglich gestoppt werden. Soziale Verantwortung ist nicht nur eine politische, sondern auch eine unternehmerische Kategorie.“

Im Dezember 2018 waren in Berlin insgesamt 146.739 Arbeitslose gemeldet. Das waren 69 mehr als im Vormonat und 12.833 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent. Sie lag damit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Quote nicht verändert.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.