„Draußen spielt das Leben … wir bringen Sie hin!“ - Berliner Mobilitätshilfedienste feiern 30jähriges Jubiläum

Pressemitteilung vom 14.11.2018

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Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Unter dem Motto „Draußen spielt das Leben … wir bringen Sie hin!“ bieten die Berliner Mobilitätshilfedienste seit 30 Jahren einen besonderen und bundesweit einzigartigen Service. Sie begleiten ältere Berlinerinnen und Berliner, die ihre Wohnung nicht ohne Probleme verlassen können, auf Spaziergängen, zu Terminen und zum Einkauf. Die Mobilitätshilfedienste sind über 13 Einsatzstellen in allen Berliner Bezirken erreichbar. Träger sind gemeinnützige Organisationen. Rund 4.000 Berlinerinnen und Berlinern brachte dieser spezielle Service allein im vergangenen Jahr mehr Lebensqualität im hohen Alter.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach würdigte auf der heutigen Jubiläumsveranstaltung das jahrzehntelange Angebot: „Die Berliner Mobilitätshilfedienste ermöglichen nicht nur eine Begleitung nach draußen. Genauso wichtig sind die gemeinsamen Gespräche, der Austausch mit den Mobilitätshelferinnen und -helfern und anderen Älteren. Sie geben den Hochbetagten, die nicht selten allein in ihrer Wohnung leben, ein Gefühl von Gemeinschaft. Das ist mindestens so wichtig wie die praktische Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen. Damit beugen die Dienste auch den zunehmenden Vereinsamungstendenzen vor und vermeiden manche stationäre Pflege.“

613.000 Einsätze wurden alleine im vergangenen Jahr geleistet. Das bedeutete für die Klientinnen und Klienten, von denen ungefähr jeder zweite älter als 80 Jahre ist und einen Pflegegrad hat, mit Unterstützung der Dienste aus den eigenen vier Wänden zu kommen. Was sich bereits in den 80er Jahren als sogenannter Kurzstreckenschiebedienst in Charlottenburg und am Gesundbrunnen zur Entlastung des damaligen Telebusses entwickelte, ist heute ein stadtweites, eigenständiges Angebot.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden die Dienste auch weiterhin aus Haushaltsmitteln des Berliner Senats unterstützt. Die Mittel für die Mobilitätshilfedienste, die vor allem aus dem Integrierten Sozialprogramm der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales kommen, konnten im Laufe der vergangenen Jahre aufgestockt werden: von rund 1,64 Mio. Euro in 2013 auf mittlerweile rund 8,16 Mio. Euro in 2019. Damit kann das Angebot nicht nur gesichert, sondern als wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur in einer älter werden Gesellschaft weiter ausgebaut werden. Vorhandene Angebote werden fortlaufend dem sich verändernden Bedarf angepasst. Gearbeitet wird nach festgelegten Qualitätskriterien. Die Serviceleistungen Mobilitätshilfedienste sind kostenlos; erhoben wird lediglich eine geringe Verwaltungspauschale.

Senatorin Elke Breitenbach: „Ein 30-jähriges Jubiläum ist Grund zu bilanzieren und gleichzeitig nach vorne zu schauen. Mit den Mobilitätshilfediensten hat sich in Berlin ein bundesweit einmaliges Angebot der Altenhilfe entwickelt. Es ermöglicht älteren Menschen eine wesentlich bessere Teilhabe am Leben. Gleichzeitig gibt dieser Service auch langzeitarbeitslose Menschen eine Chance auf Beschäftigung. Sie können sich seit Jahren im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für einen begrenzten Zeitraum in den Diensten erproben und erhalten die Möglichkeit auf eine feste Anstellung. So profitieren von den Hilfediensten nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Erwerbsfähige. Ein Gewinn für viele Berlinerinnen und Berliner. Mein herzlicher Dank gilt zum heutigen Jubiläum den vielen ehrenamtlichen und fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mobilitätshilfedienste und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jobcenter.“

Weitere Informationen zu den Mobilitätshilfediensten gibt es im Internet unter:
www.berliner-mobilitaetshilfedienste.de