Arbeitssenatorin Breitenbach: Beschäftigung im Aufwind – Gute Arbeit hält aber nicht mit

Pressemitteilung vom 29.06.2018

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach:

„Der positive Trend auf dem Berliner Arbeitsmarkt hält an. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst weiter. Das ist sehr erfreulich. Weniger erfreulich ist die Qualität vieler Arbeitsplätze. Mehr als ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse in Berlin ist atypisch. Die Menschen arbeiten Teilzeit, befristet, in einem Minijob oder in Leiharbeit. Viele dieser Jobs sind prekär, werden schlecht bezahlt und bieten keine berufliche Perspektive. Das muss sich ändern. Wer motivierte und qualifizierte Beschäftigte will, muss gute und faire Arbeitsbedingungen bieten. Die Wirtschaft steht in der Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses, die Weiterbildung der Beschäftigten und für Gute Arbeit.

Aber auch andere Rahmenbedingungen müssen stimmen. Die gerade von der Mindestlohnkommission vorgeschlagene Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 9,35 Euro je Stunde bis 2020 ist enttäuschend. Auf diesem Niveau wird Armut trotz Arbeit nicht verhindert, sondern festgeschrieben.“

Im Juni 2018 waren in Berlin insgesamt 153.469 Arbeitslose gemeldet. Das waren 3.317 weniger als im Vormonat und 12.670 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,9 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und um 0,9 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.