Bessere Sprachkurse für Geflüchtete in Berlin – Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Pressemitteilung vom 10.10.2017

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Heute Nachmittag haben die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach und der Geschäftsführer der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit Bernd Becking eine Kooperationsvereinbarung zur Verbesserung der Angebote von Sprachkursen für Geflüchtete in Berlin unterzeichnet.

Ziel ist es, allen Geflüchteten einen schnellen Zugang zu Deutschkursen und ein bedarfsgerechtes Angebot unterbreiten zu können. Dazu sollen Geflüchtete schon bald nach der Einreise die Möglichkeit haben, Deutsch zu lernen. Mit der Kooperationsvereinbarung sollen die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land gestärkt werden und auch ein reibungsloser Übergang auch in berufsbezogene Sprachangebote gewährleistet werden.

Es gibt bereits ein umfassendes Angebot an Deutschkursen, die sowohl bundes- als auch landesfinanziert sind. Die bestehenden Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden durch die landesfinanzierten Deutschkurse an den Berliner Volkshochschulen erfolgreich ergänzt für all diejenigen, die keinen Zugang zu einem bundesfinanzierten Integrationskurs haben. Darüber hinaus werden berufsbezogene Sprachkurse sowohl über das BAMF, die Bundesagenturen für Arbeit und über das Land bereitgestellt.

Senatorin Elke Breitenbach: „Deutschkenntnisse sind wichtig, um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, sie sind eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Dies gilt insbesondere für das Erwerbsleben. Gerade hier müssen sich Geflüchtete ausdrücken können. Ohne sprachliche Verständigung können Arbeitsabläufe nicht reibungslos funktionieren. Ich freue mich, dass wir mit dieser Kooperationsvereinbarung die Sprachkurse verbessern, aufeinander abstimmen und damit einen wichtig Beitrag zur mehr Teilhabe von Geflüchteten zu leisten.“

Bernd Becking, Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit:
„Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg und die Senatsverwaltung stellen mit dieser Kooperation sicher, dass ausreichend Deutschsprachkurse in Berlin zur Verfügung gestellt werden und die Angebote transparent sind. So wird nicht nur der schnelle und zeitnahe Einstieg in die Deutschkurse unterstützt. Durch das besser abgestimmte Kursangebot kommen alle Geflüchteten auch zügiger in den Alltag und finden leichter einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.“

Die Kooperationsvereinbarung regelt die Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Die Sprachförderangebote der Bundesagentur für Arbeit und des Landes Berlin wurden erstmalig niedergeschrieben und sollen die bestehende Sprachförderung des Bundes unterstützen. So soll ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Teilhabechancen von Geflüchteten geleistet werden.
Beide Kooperationspartner sind bestrebt, die schon praktizierte gute Kooperation fortzuführen und ihre Angebote eng miteinander zu verzahnen.