Arbeitssenatorin Breitenbach: Wer Fachkräfte will, muss Fachkräfte ausbilden

Pressemitteilung vom 31.08.2017

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales:

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „Berlin ist eine wachsende Stadt, in der auch die Beschäftigung weiter steigt. Allerdings spiegelt sich das nicht am Ausbildungsmarkt wider. Hier gibt es immer noch mehr Bewerberinnen und Bewerber als betriebliche Ausbildungsplätze. Aktuell stehen 4.606 unbesetzte Ausbildungsplätze 6.264 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber. Damit driften Beschäftigung und Ausbildung auseinander. Das darf nicht so bleiben.

Wenn Unternehmen in der derzeitigen guten Wirtschafts- und Beschäftigungslage nicht mehr junge Berlinerinnen und Berliner ausbilden, ist auch deren Klage über fehlende Fachkräfte nicht nachvollziehbar. Mein dringender Appell richtet sich deshalb an die Berliner Wirtschaft, mehr zu tun, um junge Menschen in Ausbildung zu bringen. Die bisherigen Anstrengungen reichen nicht aus. Wer den eigenen Fachkräftebedarf decken will, muss ausbilden!

Der Senat unterstützt nicht nur Jugendliche darin, Wege in die Arbeitswelt zu finden, sondern auch Betriebe dabei, zusätzliche Ausbildungsplätze bereitzustellen. So ermöglichen wir mit der gerade novellierten Förderung der Verbundausbildung auch kleineren Betrieben, sich an der Ausbildung zu beteiligen. Berufsorientierende und -vorbereitende Maßnahmen geben Jugendlichen Hilfestellung, um die richtige Berufswahl zu treffen. Auch die Jugendberufsagentur Berlin bietet jungen Menschen vielfältige Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf.“

Im August 2017 waren in Berlin insgesamt 171.065 Arbeitslose gemeldet. Das waren 4.421 mehr als im Vormonat und 9.187 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,0 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vormonat und um 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.