Berliner Anlauf- und Beratungsstellen der Stiftung Anerkennung und Hilfe öffnen

Pressemitteilung vom 11.08.2017

Berlin hat gemeinsam mit Bund, den Ländern und Kirchen die Stiftung Anerkennung und Hilfe errichtet. Sie ist im Interesse jener Menschen tätig, die als Kinder oder Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) oder 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben und noch heute unter den Folgen leiden. Auf Antrag können von der Stiftung Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen gewährt werden.

In Berlin werden dazu zwei Anlauf- und Beratungsstellen eingerichtet. Betroffene und Betreuer Betroffener können dort ab dem 21. August 2017 Rat und Unterstützung erhalten, um die bundesweit einheitlichen Anerkennungsleistungen zu beantragen. Die Anlauf- und Beratungsstellen werden von zwei Trägern der Berliner Behindertenhilfe – dem EJF und der Lebenshilfe – im Auftrag des Landes geführt.

1. Anlauf- und Beratungsstelle des EJF
Darßer Str. 103, Aufgang A, 2. Etage, 13051 Berlin-Hohenschönhausen
Telefon und Fax: (030)929034 – 54;
E-Mail: aub@ejf.de
Sprechzeiten: werktäglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

2. Anlauf- und Beratungsstelle der Lebenshilfe
Helene-Weigel-Platz 13, 12681 Berlin-Marzahn
Telefon: (030)7554912 71 oder 72; Fax: (030) 755491275
E-Mail: anerkennung-hilfe-berlin@lebenshilfe-berlin.de
Sprechzeiten: werktäglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Die Stiftung sieht folgende Leistungen vor:

  • Die öffentliche Anerkennung des den Betroffenen widerfahrenen Leids und Unrechts,
  • die Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse,
  • die Anerkennung durch persönliche Gespräche in den Anlauf- und Beratungsstellen und
  • Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen in Form einer einmaligen
    personenbezogenen Geldpauschale zur selbstbestimmten Verwendung in Höhe von 9.000 Euro und einen einmaligen pauschalen Betrag als finanziellen Ausgleich für entgangene Rentenansprüche (Rentenersatzleistung), der bei einer Arbeit von bis zu zwei Jahren 3.000 Euro und bei einer Arbeit von mehr als zwei Jahren 5.000 Euro beträgt.

Weitere Informationen()
http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html