Arbeitssenatorin Elke Breitenbach: Neuer Landesarbeitslohn gilt ab heute – gute Arbeit muss überall gelten

Pressemitteilung vom 01.08.2017

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach:

„Der Berliner Arbeitsmarkt entwickelt sich stabil. Das Beschäftigungswachstum hält weiter an. Das sind gute Nachrichten für Berlin. Dennoch gibt es noch viel zu tun. Die positiven Zahlen eröffnen einen Handlungsspielraum für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Sozial ist, was gute Arbeit zu fairen Löhnen schafft.

Der Senat hat ab heute den Landesmindestlohn und den Vergabemindestlohn auf 9 Euro angehoben. Unser Ziel ist aber, dass sich der anhaltende Beschäftigungsaufwuchs auch in einem deutlichen Anstieg von tarifgebundenen Arbeitsplätzen niederschlägt. Unsere Botschaft an die Sozialpartner lautet: Wir wollen mehr Tarifbindung in allen Branchen und stehen als Gesprächspartner jederzeit zur Verfügung.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt muss sich zudem in einem Anstieg der betrieblichen Ausbildungsplätze in Berlin niederschlagen. Es wäre weder vermittelbar noch akzeptabel, wenn die Zahl gemeldeter betrieblicher Ausbildungsplätze unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sinken würde.“

Im Juli 2017 waren in Berlin insgesamt 166.644 Arbeitslose gemeldet. Das waren 505 mehr als im Vormonat und 10.118 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 8,8 Prozent und damit um 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.