Landeseigener Träger übernimmt im April und Mai drei Flüchtlingsunterkünfte

Pressemitteilung vom 13.04.2017

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten teilt mit:

Der landeseigene Betrieb für Flüchtlingsunterkünfte übernimmt am 19. April die erste von drei Einrichtungen, die er künftig in Berlin betreiben wird. Nach einer sorgfältigen Planungs- und Vorbereitungsphase übergibt der bisherige externe Betreiber die Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße. Die Übergaben der Einrichtungen Wassersportallee und Venusstraße/Quittenweg von den freien Trägern, deren Verträge auslaufen, an die landeseigene Gesellschaft, erfolgen im April und Mai.

Claudia Langeheine, Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten: „Die bisherigen Betreiber haben in den Unterkünften sehr gute Arbeit geleistet, dafür und für ihren Kooperationswillen möchte ich ihnen ausdrücklich danken. Sie arbeiten sehr professionell und konstruktiv an einem gemeinsamen Übergang.“

Mit dem Eigenbetrieb beschreitet das Land Berlin neue Wege nach dem Vorbild Hamburgs. Der landeseigene Berliner Träger hat im Februar dieses Jahres unter enger Mitwirkung und mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Finanzen, der Berliner Immobilienmanagement GmbH und des LAF mit den Arbeiten und dem Aufbau der Projektstruktur begonnen. Die erste Phase des Interimsbetriebs zeichnet sich dabei durch drei zentrale Aufgaben aus: rechtliche, organisatorische und fachliche Rahmenbedingungen für den Betrieb zu schaffen.

Rembert Vaerst, Geschäftsleiter der Bertreibergesellschaft: „Die Arbeit ist mit der Übernahme der Standorte noch nicht abgeschlossen. In den nächsten Schritten folgen intensive Gespräche mit den bezirklichen Unterstützungsstrukturen, den ehrenamtlichen Organisationen und der übrigen Betreiberszene in Berlin.“ Im Anschluss an den Interimsbetrieb erfolgt die Detailplanung für die zweite Phase, den Aufbau des landeseigenen Betriebs.

Damit der Betreiberwechsel für die Bewohnerinnen und Bewohner reibungslos geschehen kann, gab es zuvor Besichtigungen und Erläuterungen zu den Spezifika der Objekte. Ein gemeinsamer Übergangsprozess ist vereinbart, während dessen Beschäftigte des Eigenbetriebs mehrere Tage im Voraus mitlaufen. Anschließend werden noch Ansprechpartner der bisherigen Betreiber bis zu zwei Tage vor Ort sein.

Die beteiligten Bezirke sind über die Termine informiert. Die Vernetzung mit den ehrenamtlichen Strukturen ist bereits in die Wege geleitet, hier wird es eine Weiterführung geben. Durch Inhouse-Vergaben, wie sie im Eigenbetrieb möglich sind, soll aus den Erfahrungen in den Jahren 2015/16 sichergestellt werden, dass in Notsituationen schneller reagiert werden kann.

Bei Rückfragen:
Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten: Stephanie Reisinger, Pressereferentin, Tel: 030 90225 1016, Mobil: 0151 16254659, pressestelle@laf.berlin.de
Senatsverwaltung für Finanzen: Eva Henkel, Pressesprecherin, Tel.: 030 9020 4174,
eva.henkel@senfin.berlin.de