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Senatorin Breitenbach zum Tag der Sinti und Roma: Für gleichberechtigte Teilhabe - gegen Diskriminierung

Pressemitteilung vom 07.04.2017

Senatorin Breitenbach zum Tag der Sinti und Roma:
Für gleichberechtigte Teilhabe – gegen Diskriminierung

Der 8. April ist der Internationale Tag der Sinti und Roma, der größten ethnischen Minderheit in Europa. Aus diesem Anlass erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „Keine Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma. Dafür machen wir uns stark. Die Sinti und Roma müssen ein selbstbestimmtes Leben führen und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Wann immer diese Menschen diskriminiert, herabgesetzt oder benachteiligt werden, werden wir deutlich machen, dass wir Antiziganismus nicht tolerieren und jeder Form von Rassismus aktiv entgegentreten. Gemeinsam mit den Selbstorganisationen der Sinti und Roma werden wir Antidiskriminierungsstrategien entwickeln, die die Lebenssituation der Menschen verbessern.“, so die Senatorin.

Der Integrationsbeauftragte des Berliner Senats Andreas Germershausen dazu: „Wir brauchen mehr Chancengleichheit und Selbstbestimmung von Sinti und Roma und ein friedvolles Zusammenleben aller Berlinerinnen und Berliner. Wir müssen im toleranten Berlin Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma entschieden entgegentreten.
Durch die Berliner Strategie von 2012 und den vom Integrationsbeauftragten koordinierten Aktionsplan zur Einbeziehung ausländischer Roma konnte die Lage vieler zugewanderter Roma bereits verbessert werden. Diesen Aktionsplan werden wir weiterentwickeln.“

Zur Historie:
Am 8. April 1971 fand der erste Welt-Roma-Kongress in London statt, ein wichtiger Meilenstein für die Emanzipation der Roma. Die Beteiligten sprachen sich dort einmütig für die Selbstbezeichnung Roma aus und einigten sich auf ihre gemeinsame Flagge und eine Hymne.

Die Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland und Europa ist geprägt von Ausgrenzung und Verfolgung, die ihren traurigen Höhepunkt im nationalsozialistischen Genozid fand. Erst 2012 wurde in Berlin ein Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma errichtet. Und noch immer müssen Sinti und Roma ihre Herkunft aus Angst vor Anfeindungen und Ausgrenzungen verleugnen.