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Ziel erreicht - alle Turnhallen sind wieder frei

Pressemitteilung vom 31.03.2017

Sperrfrist: 15:00 Uhr

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Heute sind die letzten noch in Turnhallen lebenden Geflüchteten in andere Unterkünfte umgezogen. Damit sind jetzt alle Turnhallen freigezogen. In Berlin waren ab September 2015 63 Sporthallen an 51 Standorten mit Geflüchteten belegt worden. Mehr als 10.000 Plätze waren in den Sporthallen innerhalb kurzer Zeit geschaffen worden. In der heute freigezogenen Halle in der Pankower Fritz-Reuter-Straße lebten noch 78 Menschen. Die Familien können nach dem Umzug im Bezirk bleiben, die Kinder weiterhin ihre gewohnte Schule besuchen. Alle vom Auszug aus der Turnhalle Betroffenen ziehen in Gemeinschaftsunterkünfte um.

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Soziales Elke Breitenbach: „Ich bin froh, dass wir die Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen jetzt beenden konnten. Unser Ziel, alle Turnhallen im 1. Quartal freizuziehen, haben wir damit erreicht. Das war ein Kraftakt, der nur gelingen konnte, da der Senat hier eng kooperiert hat. Ebenso hat die Zusammenarbeit zwischen dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten, den Bezirken sowie mit den vielen Ehrenamtlichen gut funktioniert. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieses Projekt erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte.

Und ich bin erleichtert, denn wir konnten nun endlich die elende Lebenssituation so vieler geflüchteter Menschen in den Turnhallen beenden. Alle konnten in bessere Quartiere ziehen. Alle haben jetzt ein Stück Privatsphäre gewonnen. Das Vorhaben konnte nur gelingen, da die Koalition hier an einem Strang gezogen hat. Jetzt geht es darum, dass die Geflüchteten in eigene Wohnungen ziehen können und Arbeit finden.“

Der Senator für Finanzen Dr. Matthias Kollatz-Ahnen: „Der Freizug aller Turnhallen wurde jetzt möglich, nachdem die bereitstehenden Tempohomes und Modularunterkünfte auch in Betrieb genommen werden konnten. Ich bin froh, dass dieser zähe Prozess endlich abgeschlossen ist und Senatorin Breitenbach und ich gemeinsam die zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel des ASOG angewendet haben. Parallel zum Freizug der Turnhallen haben sich die Bezirke mit der BIM bereits auf den erforderlichen Sanierungsbedarf verständigt. Die Maßnahmen werden jetzt zügig umgesetzt.“

Der Bezirksbürgermeister von Pankow Sören Benn: “Ich bin ausgesprochen froh und dankbar, dass wir nun endlich auch die letzte Turnhalle freiziehen können. Damit ist die unwürdigste Form der Unterbringung beendet und die Halle kann für den Sport wieder hergerichtet werden. Ich danke den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Helferinnen und Helfern von Pankow Hilft!, wie auch den Vereinen und Sportlerinnen und Sportlern für ihre Geduld und ihren langem Atem.”

Die Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten Claudia Langeheine: „In den vergangen Wochen haben wir gemeinsam vor allem mit den Bezirken, Betreibern und Ehrenamtlichen erreicht, die Lebenssituation von mehr als 2.000 Menschen zu verbessern. Uns ist bewusst, dass auch in den kommenden Monaten beim Bau von neuen Unterkünften und der Umwandlung von Notunterkünften viel Arbeit vor uns liegt. Im Interesse einer Integration der Geflüchteten werden wir diese Herausforderungen mit großer Motivation bewältigen.”